Sport | 27.08.2013

YB gibt erstmals Punkte ab

Text von Jonas M'Barki | Bilder von Jonas M'Barki
Alles war angerichtet für einen spannenden Fussballnachmittag. Der Super League-Leader aus Bern wollte auch im 6. Spiel seinen Siegeszug fortsetzen. Doch GC sollte dieses Vorhaben mit grosser Effizienz zunichte machen.
Noch hat das Spiel nicht begonnen - Wer wird häufiger den Ball in den gegnerischen Maschen sehen?
Bild: Jonas M'Barki

 

 

YB startete wie die Feuerwehr. Schon nach 60 Sekunden kam Michael Frey zum Abschluss, doch er traf nur den Pfosten. Die Stadtberner powerten und nach neun Minuten wurde Gonzalo Zarate auf der rechten Seite von Elsad Zverotic lanciert. Der Argentinier setzte sich im Laufduell gegen GC-Verteidiger Daniel Pavlovic durch, schlenzte den Ball jedoch am Tor vorbei.-¨ In der 12. Minute kam GC das erste Mal zum Abschluss. Nach einem Hajrovic-Eckball köpfte Michael Lang mit viel Wucht auf das YB-Tor, doch Wölfli wehrte mit einem tollen Reflex ab. Nach diesem ersten Abschluss kam GC besser ins Spiel.-¨ Nach 18 Minuten nimmt Raphael Nuzzolo einen hohen Ball schön mit, zieht zentral Richtung Tor, schiesst und Torhüter Roman Bürki rettet mit einer Parade, die GC-Coach Michael Skibbe anschliessend als bundesligareif bezeichnen sollte. Bürki fliegt praktisch ins rechte Lattenkreuz hinauf und lenkt den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte.

 

15 Minuten GC-Power

Zwischen der 20. und der 35. Minute gab YB das Spieldiktat ab. GC war nur noch in der gegnerischen Platzhälfte. Und prompt kommen die Zürcher zu zwei Halbchancen durch Toko und Anatole.-¨ In der 30. Minute dann ein umstrittener Freistoss für GC. Hajrovic schlenzt den Ball auf Milan Vilotic, dieser trifft mit seinem Kopfball zuerst nur den Pfosten, doch der Serbe kann abstauben und bringt GC in Führung. Die Berner protestieren, da sich der Torschütze beim Freistoss in abseitsverdächtiger Position befand, doch der Treffer zählt. Drei Minuten später gleich die nächste umstrittene Situation: Nuzzolo dribbelt sich in den Sechzehner der Hoppers, Michael Lang bringt ihn zu Fall, und Schiedsrichter Studer entscheidet auf Penalty. Lang hatte den Arm auf Nuzzolos Schulter gelegt und ihn leicht zurückgehalten, der Berner nahm das Geschenk dankend an und fiel. Zu dieser Situation sagte Uli Forte nur: «Man kann ihn geben, aber es war alles andere als ein klarer Elfer.« Costanzo schnappte sich den Ball und schoss präzise in die untere linke Ecke.

 

Beide Teams starten druckvoll.

Forte und Skibbe haben wohl in der Pausenansprache die richtigen Worte gewählt, denn beide Teams zeigten auch nach der Pause was sie drauf haben. Zu der ersten Chance kamen die Berner durch Alexander Gerndt. Frey setzte sich gegen Lang durch und legte zum Schweden rüber, welcher aber gerade noch von Grichting am Abschluss gehindert wurde. Der folgende Eckball war sehr gefährlich getreten und Innenverteidiger Veskovac kam auch zum Kopfball, dieser prallte an Ben Khalifa ab und Von Bergen vergab den Nachschuss indem er Bürki direkt in die Hände schoss. Danach standen beide Abwehrreihen sehr gut. Die GC- wie auch YB-Offensive konnte 20 Minuten lang nie abschliessen. Dafür konnte man immer wieder tolle Tricks von Costanzo oder Hajrovic bewundern. Der GC-Star konnte sich nach 70 Minuten auch vor dem Tor als guter Techniker auszeichnen lassen. Er lupfte den Ball neben Wölfli vorbei, jedoch auch ganz knapp am Tor.

 

Wem gelingt der Lucky Punch?

GC-Keeper Bürki flog heute wie ein Airbus durch die Lüfte des mit 25-˜031 Zuschauern besetzten Stade de Suisses. Er holte auch einen wuchtigen Kopfball von Frey aus dem Lattenkreuz. Dies nach 73 Minuten. Dann kam noch einmal GC mit Anatole zu einer Chance. Er lupfte den Ball wunderbar über Wölfli doch Zverotic konnte auf der Linie retten. Von Bergen schlug den Ball danach ins Aus, was der Nationalspieler aber noch bereuen würde. Den vermeidbaren Eckball tritt Shkelzen Gashi. Der Ball fliegt durch den Strafraum, und am weiten Pfosten steht der erst gerade eingewechselte Caio ganz alleine. Der Brasilianer, der erst vor kurzem aus seiner Heimat von Athletico Goianiense zu den Zürchern gewechselt war, schoss den Ball wuchtig ins Netz zur glücklichen Führung für die Gäste.

 

YB hatte die Partie zwar dominiert, doch die Effizienz vor dem gegnerischen Tor, die die Berner in den ersten Spielen ausgezeichnet hatte, liessen sie heute vermissen. Torschütze Moreno Costanzo: «Ein Tor war Abseits und das zweite ein oberdämlicher Abwehrfehler. Bis jetzt konnten wir solche Fehler verhindern oder durch Effizienz korrigieren, aber wenn wir nicht effizient unsere Chancen ausnützen, dann verlieren auch wir.«&qu