Kultur | 22.08.2013

“Viel zu lange nicht in der Schweiz”

Text von Laura Quadri | Bilder von zvg / Elliot Lee Hazel
Anfang August erschien das dritte Album der britischen Alternativ-Rocker "White Lies". Tink.ch hatte die Chance, mit Schlagzeuger Jack Lawrence-Brown ein Telefoninterview zu führen. Er spricht über die Energie auf der neuen Scheibe, über den Abstand, den die Band dafür brauchte, und die Vorfreude auf die Tournee, die auch in die Schweiz führt.
Die "White Lies" aus London: v.l.n.r. Schlagzeuger Jack Lawrence-Brown, Lead-Sänger Harry McVeigh und Bassist Charles Cave.
Bild: zvg / Elliot Lee Hazel

“Big TV” heisst das neue Album der Londoner Alternative-Rock-Band “White Lies”, mit welchem sie in Kürze auf Tournee quer durch Europa und die USA gehen werden. Nach dem sie ihr zweites Album “Ritual” mit Produzent Alan Moulder (NIN, the Killers) aufgenommen hatten, kehrten sie nun zu ihrem Freund Ed Buller zurück, den sie schon für ihr Debütalbum engagiert hatten. Die Musiker wollten wieder zu ihren Wurzeln zurück und ihren Fans ein Album vorlegen, welches energiegeladen und stark genug ist, ihre Musik rüberzubringen.

 

Wie denkst du, hat sich eure Musik seit dem letzten Album verändert?

Wir sind wieder dort, wo wir am Anfang waren. Die einzelnen Songs sind uns wieder sehr wichtig, es ist nicht einfach nur ein Produkt. Beim zweiten Album konzentrierten wir uns auf das Gesamtpaket, experimentierten, dass es zu einem guten Produkt kam. Bei unserem neuen Album achteten wir nun mehr auf Details, die uns wichtig sind. Das macht uns sehr glücklich.

 

Wie würdest du die Musik auf eurem neuen Album beschreiben?

Wir sind ziemlich seriös geworden und wieder etwas poppiger. Es sind wohl die poppigsten Songs, die wir je geschrieben haben. Das neue Album ist mit mehr Energie geladen und hat richtig typische White Lies Songs drauf. Zum Beispiel “There Goes Our Love Again” oder “First Time Caller” werden wir noch lange live spielen, weil sie bei unseren Fans gut ankommen.

 

Was war eure Motivation, dieses Album aufzunehmen?

Als wir im Dezember 2011 mit unserer Tour fertig waren, nahmen wir uns Zeit für uns. Wir machten sechs Monate Pause. Dies war die richtige Entscheidung, denn es waren nicht vier Jahre, aber wir hatten dennoch genügend Zeit, um zu relaxen, um uns zu sammeln und ein bisschen Abstand zu gewinnen. Als wir uns wieder trafen, um zusammen neue Musik zu machen, hatten wir wieder diese Frische und Unabhängigkeit. Durch die Distanz haben wir die Motivation gefunden, die es braucht, um ein neues Album aufzunehmen. Zugleich war der Abstand auch eine Art Inspiration.

 

Was wünschst du dir für dich und die Band in der Zukunft?

Ich möchte so lange wie möglich ein Teil dieser Band sein. Wir würden gerne auch auf Welttournee gehen, nach Asien, Australien oder Südamerika, unsere Musik zum Beispiel in Chile oder Argentinien unter die Leute bringen und den Menschen, die uns live sehen wollen, auch die Chance dazu geben.

 

Spielt ihr gerne in der Schweiz?

Ja klar. Wir waren noch nicht oft in der Schweiz, aber wir mögen das Land, die Alpen, und wir hatten wunderbare Zeiten an Festivals fort. Leider spielten wir viel zu wenige Headliner-Shows. Das würden wir gerne tun. Auf Facebook oder Twitter bekommen wir auch viele Nachrichten von Schweizerinnen und Schweizern, die uns fragen, wann wir wiederkommen, und uns gerne sehen würden. Es ist viel zu lange her, dass wir in der Schweiz waren. Wir freuen uns sehr auf unsere Tour quer durch Europa und auf das Konzert in der Schweiz. Wir sind gespannt, wie die Menschen auf unser neues Album reagieren werden.

 

 

Hinweis


“White Lies” spielen am 15. November 2013 im Komplex 457 in Zürich.

 

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