Sport | 31.08.2013

Festival oder Schwingfest?

Text von Flavia von Gunten | Bilder von Manuel Lopez
250'000 Sportbegeisterte erwarten die Organisatoren am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf. Der Transport dieser Bevölkerungsmasse ist eine wahre Herausforderung.
Besucheransturm aufs Eidgenössische.
Bild: Manuel Lopez

Burgdorf, eine Emmentaler Stadt mit 15’500 Einwohner. Während dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest wird die Personenzahl um das 16-fache steigen: Die Organisatoren erwarten mehr als 250’000 Besucherinnen und Besucher. “Über vier Jahre hat die Planung dieses Grossanlasses in Anspruch genommen”, betonte OK-Präsident Andreas Aebi in seiner Eröffnungsrede am Samstagmorgen. Dazu gehört ein ausgereiftes Konzept, wie die Viertelmillion Schwingfans aufs Gelände gelangen. Die SBB ist mit 400 Extrazügen unterwegs, die regionalen Buslinien stellen 600 zusätzliche Kurse zur Verfügung.

 

Zelten als Entlastung

Bevor die ersten “Bösen” am Samstag um acht Uhr in den Sägemehlring traten, belieferten Züge im zwei-Minuten-Takt den Bahnhof Burgdorf mit neuen Scharen von Schwingbegeisterten. Das Gedränge war entsprechend gross: “Das ist kein Schwingfest mehr – das ist ein Festival”, bilanziert ein Fan. Mit dieser Äusserung spricht er einen weiteren Punkt an: Auf dem Schwingfestareal in Burgdorf sind 25 Hektaren, was mehr als zwölf Fussballfeldern entspricht, fürs Zelten und Campen reserviert. Dadurch wird der Auflauf am Sonntagmorgen am Bahnhof vielleicht etwas bescheidener ausfallen.