Kultur | 12.08.2013

Die geballte Ladung Kultur

Text von David Schneider | Bilder von zvg
Seit 1976 gibt es sie: Die Winterthurer Musikfestwochen. Auch dieses Jahr trumpft das elftägige Kulturfestival mit einem bunten Strauss aus Konzerten, Theateraufführungen und Filmvorführungen auf. Ab dem 14. August laden die Gassen der Winterthurer Innenstadt zum Verweilen ein.
Die Kulturhochburg Winterthur lockt mit einem vielversprechenden Programm. Viele Konzerte bleiben weiterhin kostenlos.
Bild: zvg

Das Konzept ist seit der Erstdurchführung dasselbe: Für rund zwei Wochen ein abwechslungsreiches Angebot an Konzerten, Filmen und Kleinkunst verschiedenster Art. Und dieses altbewährte Konzept macht den Charme der Winterthurer Musikfestwochen aus. Wer das Festival einmal für sich entdeckt hat, kommt Jahr für Jahr wieder. Denn es ist nicht nur die Tatsache, dass der Grossteil des Programms kostenlos ist, sondern auch das ausgefeilte Programm der Macher, welches die Besucher in Scharen auf die Winterthurer Gassen lockt.

So glänzt bereits der Eröffnungsabend am 14. August mit zwei Konzertperlen. Zum einen spielt die dänische Alternative-Rockband Kashmir zur besten Zeit auf der Steinberggasse, zum anderen lädt der Berner Jazzmusiker King Pepe zusammen mit Le Rex zu einer Golden Twenties-Revue ein. Man merkt: Abwechslung gibt den Ton an. Denn die Musikfestwochen bieten sowohl heimischen, als auch ausländischen Künstlern eine Bühne. Und nicht selten ist der Auftritt für die teils unbekannten Bands ein Sprungbrett auf die grossen Bühnen der Schweiz.

 

National und International

Doch auch Namen längst bekannter Musiker und Künstler fehlen nicht im Programm der Musikfestwochen. So ist der Rapper und Beatboxperformer Knackeboul genauso dabei wie die heimische Indie-Band My Name Is George oder die Berner Blueslegenden Stiller Has. Und auch Schweizer Newcomer wie Hecht aus Luzern oder die dreiköpfige Rockband Velvet Two Stripes aus St. Gallen spielen kostenlos in Winterthur auf. Die Schweizer Musikgarde ist vom 14. bis zum 25. August bestens vertreten.

Was die internationalen Künstler anbelangt, lässt sich das Organisationskomitee nicht lumpen und präsentiert wie bereits in den Vorjahren ein beeindruckendes LineUp mit Musikern aus aller Welt. Dänemark ist beispielsweise neben den Jungs von Kashmir mit dem Live-Septett Efterklang vertreten, welches dieses Jahr an den Winterthurer Musikfestwochen seinen einzigen Schweizer Auftritt hat. Und auch der dänische Elektro-DJ Rangleklods, welcher schon mehrmals das Schweizer Publikum verzauberte, wird am 17. August auf der Steinberggasse ein Gratis-Set spielen. Eine weitere skandinavische Perle am Festival ist der schwedische Bluesmusiker Daniel Norgren, der bereits am Blue Balls in Luzern das Publikum auf seiner Seite hatte.

 

Zahlen lohnt sich

Was den kostenpflichtigen Teil der Musikfestwochen angeht, lohnt es sich, auch 2013 ins Portemonnaie zu greifen. Am Freitag dem 23. August eröffnet der Deutsche Singer-Songwriter Milky Chance aus Kassel den Abend. Im Gepäck hat er sein umjubeltes Debütalbum “Sadnecessary”. Darauf folgt mit Sophie Hunger das momentane Lieblingskind der Schweizer Musikszene, die diese Zuneigung voll und ganz verdient hat. Den Abschluss an diesem Freitagabend bilden die Deutschpoeten Element of Crime um Mastermind Sven Regener. Der 24. August bietet mit den schottischen Folkrockern von Travis, dem irischen Folk-Barden Glen Hansard und dem deutsch-griechischen Duo Sea + Air hochkarätige Songwriting-Kost. Und der Festivalabschluss am Sonntag wird mit den schwedischen Powerrockern von Royal Republic, Casper aus Deutschland und den immer freundlichen Sportfreunde Stiller für eine gutgelaunte und gut gefüllte Winterthurer Innenstadt sorgen.