Kultur | 17.07.2013

Jubiläum auf dem “Güsche”

Text von Robin Mahler | Bilder von zVg.
Der Gurten bietet einen breiten Mix aus vielen musikalischen Richtungen mit nationalen und internationalen Top-Artisten. In den vergangenen 22 Jahren haben international bekannte Künstler wie Bob Dylan, Rammstein, Oasis, Motörhead und The Prodigy gespielt. Auch in diesem Jahr erwarten den Festivalgänger einige Hochkaräter.
Im Verlaufe von dreissig Ausgaben wurde aus dem Folkfestival das unverzichtbare "Gurtenfestival".
Bild: zVg.

Die Geschichte des Gurtenfestivals reicht bis in die späten Siebziger Jahre zurück. 1977 wurde es als “Internationales Folkfestival Bern-Gurten” gegründet. Es bestand bis 1987, ehe es wegen Überschuldung und roten Zahlen aufgegeben wurde. Ab 1991 übernahm die Firma “Music Service” die Planung und änderte den Namen in “Gurtenfestival”. Die Veranstaltung wurde kommerzieller ausgerichtet. Jetzt geht es mit gewohnt vielseitigem Programm in diesem Jahr zum nunmehr dreissigsten Mal über die Bühne.

 

Dänische Überflieger

Auf drei Bühnen spielen über 50 Bands. Auf der Waldbühne bekommen Schweizer Musiker wie der Komiker Müslüm, die Berner Rapperin Steff La Cheffe und die Indierocker von Slag In A Cullet die Möglichkeit das Publikum mitzureissen. Auf der Haupt- und Zeltbühne spielen Newcomer, wie die momentan durch ihren Hit “Radioactive” bekannte alternative Band Imagine Dragons, die altbekannten Toten Hosen, die Britrocker von The Darkness und die derzeit bekannteste Schweizer Metalband Eluveitie. Ein besonderes Highlight am Donnerstag wird der erste Gurtenauftritt von Volbeat sein. Die Dänen werden seit ihrer Bandgründung im Jahre 2001 immer populärer und füllen mittlerweile Stadien mit ihrem Sound, der wie eine Mischung aus Elvis, Country, Metallica und Metal klingt.

 

Bezahlung per Chip

Neben der Bühne und den obligatorischen Essständen gibt es auf dem Gelände zwei Tanzzelte, inklusive DJs für Tanzwütige. Eine wichtige Neuheit ist der “Cashless-Chip”, den jeder Besucher entweder auf dem Festivalgelände oder mit einer Registrierung auf der offiziellen Website bekommt. Damit folgt man dem Trend des bargeldlosen Bezahlens. Der vom Besucher gewünschte Betrag wird auf diesen Chip geladen und damit kann dieser auf dem Gelände bezahlen. Der übrig gebliebene Restbetrag wird bei Festivalende wieder zurückerstattet. Das Gurtenfestival ist somit, neben dem St. Gallen Open Air, das zweite Festival, welches auf diese Methode zurückgreift. Die Open Air Leitung ist laut dem St. Galler Tagblatt trotz einiger Startschwierigkeiten, beispielsweise konnten einige Besucher kein Geld auf den Chip laden, insgesamt zufrieden mit dem neuen Bezahlsystem.

Für den Sonntag sind übrigens noch Tickets zu haben. Auch Tink.ch ist mit von der Partie und wird nächste Woche über das Festival berichten.