Kultur | 18.07.2013

Ein Fest für Jung und Alt

Text von Jasmin Rolli
Das 5. Luzerner Fest hat wieder Tausende von Leuten angezogen. Es wurde getanzt, gelacht und gestaunt was das Zeug hält.

 

Das Luzerner Fest steht im Zeichen des guten Zwecks. Der gesamte Reingewinn fliesst in gemeinnützige Institutionen im Kanton Luzern. Ganz unter dem Motto «Luzerner helfen Luzernern«. Denn während des Festes kann man Anstecker und Armbänder kaufen, welche direkte Spenden sind. Diese ermöglichen die Teilnahme am Bäcker Zmorge, als kleine Belohnung. Finanziert wird das Fest durch Sponsoren.

 

Schweizerisches Programm

Natürlich bot das Fest noch mehr als Wohltätigkeit. Zum ersten Mal startete es bereits am Freitag Abend, jedoch nur beim Pavillon in der Nähe des Schweizerhofs. Im kleinen Rahmen bot dies einen Teaser auf das grosse Fest am nächsten Tag. Und es half – am Samstag waren die Strassen voll. Vor allem bei den Bühnen mit den Stars. Beim Schweizerhof spielten unter anderen «Dada ante portas«, welche die Mädchen zum Kreischen brachten, oder Adrian Stern, der die Sterne vom Himmel holte. Im KKL vertreten waren Marc Sway und Florian Ast. Für Humorvolles war ebenfalls gesorgt – mit Müslüm im KKL und dem Comedy Programm auf der Radio Sunshine Bühne. Der Nachwuchs kam auch nicht zu kurz. Luzerner Nachwuchstalente rockten die Radio Pilatus Bühne, und für die Kinder wurde auf der Pavillon-Bühne ein eigenes Programm kreiert.  Es fiel auf, dass am diesjährigen Luzerner Fest besonders viele Schweizer Künstler auftraten.

 

Trotz des schlechten Wetters, welches der ständige Begleiter der Festbesucher zu sein scheint, war das Fest ein voller Erfolg. Am Nachmittag war es zwar ruhiger, es schien, als wollten alle zunächst abwarten, ob der Regen kommt oder nicht. Am Abend jedoch war das Fest in vollem Gange wie auch voll von Menschen. Bald war das ganze Telefonnetzwerk  überlastet.

 

Romantisches Feuerwerk

Wer bis dahin nicht gemerkt hat, wie viele Menschen am Luzerner Fest wirklich sind, der hat es spätestens um 22:30 Uhr realisiert, als es darum ging den besten Platz fürs Feuerwerk zu ergattern. Alle warteten gespannt auf das farbenprächtige Spektakel. Als es anfing, waren lauter «Oh’s« und «Ah’s« zu hören. Die Raketen tauchten den Vierwaldstädtersee in verschiedenste Farben und liessen vom Himmel Gold regnen. Es gibt Kritiker, die finden, dass Feuerwerke immer gleich sind, dass sie die Umwelt verschmutzen, Ohren und Augen schädigen und zu alledem auch noch viel kosten. Ob es das Geld wert ist, kann jeder selber beurteilen.

 

Dieses rund 20 minütige Spektakel lief unter dem schweizerdeutschen Motto: «Schwiizer Musig am Himmel über Lozärn«. Somit wurde es begleitet von Adrian Stern, Lovebugs, Polo Hofer, Caroline Chevin und DJ Bobo. Die Folge: Romantik pur. So kam man sich als Single schon ein wenig komisch vor, als «Ewigi Liebi« lief und alle Pärchen anfingen sich unter dem Farbenhimmel zu küssen. Aber wie jede Schönheit ist auch das Feuerwerk irgendwann verblasst und am Ende blieb nur noch Rauch, der Geruch nach Schwarzpulver und ein Gefühl der ungeteilten Romantik.

 

Um sich von der Farbenpracht zu erholen oder denjenigen zu finden, mit dem man das Feuerwerk am Zürich Fest teilen kann, gab es nach diesem Höhepunkt wieder Musik. Und das bis vier Uhr morgens. Auf der Neustadt-Seite der Reuss wurde zu verschiedenen DJ’s getanzt, aber irgendwann hiess es: Ab in die Heia und warten bis zum nächsten Luzerner Fest.