Kultur | 03.07.2013

Der Name ist Zufall

Text von Laura Bisang | Bilder von Laura Bisang
Anfang Juni fand das traditionelle Sgt. (Sargeant) Peppers Music Festival im Kulturwerk 118 in Sursee statt. Schon seit über 6 Jahren sorgen Bands aus dem Umfeld der Kantonsschule Sursee für beste Stimmung. Dieses Jahr begeisterten sieben verschiedene Bands das Publikum.
Im Kulturwerk Sursee riss Recycling Club das Publikum vom Hocker. Candid begeisterte mit seinem Gitarrensolo das Puplikum. Die Kapelle -“ auch eine der Bands des abends , die das Kulti in Sursee rockte.
Bild: Laura Bisang

Es ist bereits zur Tradition geworden. Das SGT Peppers findet seit einigen Jahren im Kulturwerk Sursee statt. Für die musikalische Gestaltung waren in diesem Jahr sieben Bands zuständig. Jede der Bands hatte eine halbe Stunde zur freien Gestaltung. Alle Musikerinnen und Musiker sind Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee und somit zwischen 16 und 19 Jahre alt. Sie besuchten entweder einen Workshop an der Schule oder treffen sich in der Freizeit zum gemeinsamen Proben.

 

Trotz des Prüfungsstresses nahmen sich sogar einige Maturandinnen und Maturanden die Zeit, am SGT Peppers aufzutreten, die meisten von ihnen, weil es für sie eine Tradition ist. Die jungen Musiker rissen das Publikum mit gecoverten Songs vom Hocker. Ob Blasmusik, Rock, Rap oder sogar Indie-Musik, es war für alle etwas dabei. Im Publikum waren nicht nur Schülerinnen und Schüler der Kanti sondern auch Lehrerinnen und Lehrer, Ehemalige und Jugendliche aus der Umgebung.

 

“Heute Abend Recycling Club”

Eine der Bands trat unter dem Namen Recycling Club auf. Sängerin Carmen Bucher, die Gitarristen Candid Rütter und Jonathan Blum, der Pianist Emanuel Wildeisen, sowie Joel Spitaleri, der Schlagzeuger und Bassist Andreas Affentranger, zählten laut Publikum zu den besten des Abends. Die Schüler proben einmal wöchentlich gemeinsam im Bandworkshop. Sie überzeugten mit Interpretationen von “Paparazzi” oder “Call Me Mabye”.

 

Doch die Songs waren teils kaum zu erkennen, denn die Schüler gestalteten diese ganz nach ihrem Geschmack. Dabei entstand tolle Musik. Und egal, ob Reggae oder Indie, das Publikum war total begeistert. Am Schluss musste die Band sogar eine Zugabe geben – ganz wie die Grossen eben.

 

Nach dem Auftritt traf Tink.ch die Band Recycling Club zum Interview.

 

Tink.ch: Wie war der Auftritt für euch?

Andreas: Der Auftritt war der Hammer. Die Atmosphäre und auch die Stimmung waren gut. Dennoch brauchte es zu Beginn ein wenig Zeit bis wir uns gefunden hatten. In solchen Situationen muss man flexibel sein und sich dem Publikum anpassen. Doch dann fühlten wir uns wie zu Hause.

 

Carmen, heute war dein erster Auftritt mit den Jungs. Warst du aufgeregt?

Carmen: Als wir die Bühne betraten, war ich zu Beginn ein wenig nervös. Doch sobald die Band zu spielen begann, war die ganze Aufregung wie verflogen und es machte mir total Spass. Ich denke, es liegt daran, dass wir uns untereinander so gut verstehen und es Spass macht, miteinander zu spielen.

 

Wer inspiriert euch?

Jonathan: Eigentlich entstand alles aus einem Witz. Wir spielten Partysongs, die uns auf die Nerven gingen und kamen so auf die Idee, die Songs nach unserem Geschmack zu ändern. So bekamen Songs wie “Call me mabye” einen ganz anderen Style.

Andreas: Auch unser Workshop-Leiter Marcel ist uns eine grosse Hilfe und inspiriert uns bei der Verwirklichung unseren Vorstellungen.

 

Der Name eurer Band ist Recycling Club. Welche Geschichte steckt dahinter?

Joel: Ehrlich gesagt brauchten wir einen Namen für diesen Auftritt. Wir wussten nicht genau wie wir uns nennen sollten und dann kam Marcel mit der Idee Recycling Club, da wir Partysongs sozusagen recyceln, sie aufwerten und etwas Neues aus ihnen machen.

 

Wie kam es zu eurem Zusammenschluss?

Emanuel: Wir fünf Jungs kennen uns schon länger und sind ausserdem gute Freunde. Gemeinsam besuchen wir schon mehrere Jahre den Bandworkshop an der Kanti und spielten auch sonst bereits in einer Band.

Candid: Letztes Jahr hatten wir noch eine andere Sängerin. Carmen ist erst seit diesem Jahr dabei. Sie kam zufällig oder besser gesagt, das Schicksal führte sie zu uns.

Carmen: Ich wollte gerne bei einer der Bands mitsingen und sah, dass die Jungs noch keine Sängerin hatten und so habe ich sie einfach gefragt.