Kultur | 20.06.2013

Ein sensibler Massenmörder

Text von Katharina Good | Bilder von Katharina Good
Heute führt das Junge Schauspiel im Theater Basel Koltèés Drama "Roberto Zucco" zum letzten Mal auf.
  • Heute Abend wird das Drama zum letzten Mal aufgeführt. Tink.ch war bei der Generalprobe am Dienstag dabei und zeigt Höhepunkte der Geschichte in Bildern

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  • Kaum einen Abend lang im Gefängnis kann Roberto Zucco unter den Augen der Wärter bereits entfliehen.

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  • Seine Mutter fühlt sich hin- und hergerissen: Roberto hat seinen Vater ermordet, dennoch liebt sie ihn immer noch. Aber er wird auch sie töten.

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  • Roberto lernt eine mutige junge Frau kennen und stellt sich als Geheimagent vor.

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  • Dann heisst es, er habe sie vergewaltigt. Aber ist es nicht gegensenseitige Liebe?

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  • Die Familie ist ausser sich vor Wut, dass die junge Frau ihre Unschuld verloren hat.

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  • Nur die Frau selbst, die immer nur wie kleine Tiere genannt wurde, fühlt sich endlich erwachsen. Sie will ihren Geliebten suchen.

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  • Roberto provoziert eine Schlägerei. Zerbrechlich liegt er auf dem Boden einer Kneipe.

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  • Einer edlen Dame und ihrem Sohn gegenüber verhält sich Roberto wie ein netter Mann.

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  • ...bis er sie mit einer Pistole bedroht. Wen wird er diesmal umbringen?

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  • Immer wieder kommentieren wechselnde Vierergruppen das Geschehehen mit grotesker Komik.

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  • Etwas später wird die junge Frau vom eigenen Bruder an ein Bordell verkauft.

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  • Die Schwestern suchen die junge Frau im Bordell. Dabei sehen sie nicht, dass sie gerade hinter ihnen steht.

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  • Die Frau erkennt plötzlich Roberto durch das Rotlicht schlendern. Sie bemerkt nicht, dass sie ihn dadurch an die Polizei verr

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Das Theaterensemble “Junges Schauspiel” am Theater Basel inszeniert die Geschichte eines Schwerverbrechers. Das Stück “Roberto Zucco” basiert auf einen realen Kriminalfall: Wie Roberto Succo mordet Zucco, die Hauptfigur im letzten Theaterstück von Bernard-Marie Koltèé (1948 – 1989), immer wieder scheinbar grundlos. Doch der Roberto in Koltèés Geschichte lässt auch die sensiblen Seiten an sich erkennen. “Unsichtbar” will er eigentlich sein, ein unauffälliger junger Mann. Eine schwierige Rolle, die der junge Martin Ganter mit Hingabe umsetzt, auch wenn die wehmütigen Passagen nicht immer gleich starke Empfindungen auslösen. Unter der Regie von Eva Gruner erarbeiteten die jungen Schauspieler ein Stück, das von Leidenschaft, Witz und unerwarteten Wendungen gezeichnet ist.

Heute Abend wird das Drama zum letzten Mal aufgeführt. Tink.ch war bei der Generalprobe am Dienstag dabei und zeigt Höhepunkte der Geschichte in Bildern.