Kultur | 12.06.2013

„Crème de la crème“ des Rocks

Text von Eva Hirschi | Bilder von zvg
Wie jedes Jahr liefern sich die Schweizer Festivals ein Kopf an Kopf Rennen um die imposantesten Line-ups präsentieren zu können. Auch das Greenfield-Festival, welches vom 13. bis 15. Juni in Interlaken stattfindet, bildet da keine Ausnahme. Zwei Reporterinnen von Tink.ch werden das Festival begleiten.
Das Greenfield-Festival lockt jedes Jahr Zehntausende Rock- und Metalbegeisterte in die Touristenstadt Interlaken im Berner Oberland.
Bild: zvg

Es ist wohl kaum übertrieben zu sagen, dass das Rockfestival in Interlaken jedes Jahr aufs Neue ein Starprogramm liefert. Vor dem Plakat stehend weiss man kaum, wohin mit den Augen – von überall her leuchten einem bekannte Bands entgegen. Fast bei allen Namen macht das Rockerherz einen Sprung.

 

Kostprobe gefällig?

Für die Fans von Rock, Hard Rock und Metal ist das Greenfield-Festival ein bisschen wie ein Jugendtraum, welcher sich jedes Jahr verwirklicht. Drei Tage lang Konzerte bis tief in die Nacht hinein, im Schnitt um die 30-˜000 Besucherinnen und Besucher, Bier bis zum Abwinken zur Musik der Bands aus der Kindheit und den Talenten von heute. Ich brauche an dieser Stelle nicht das ganze Programm darzulegen. Um euch zu überzeugen, reichen ein paar Namen wie Rammstein, Queens of the Stone Age, The Prodigy, Nightwish, Within Temptation, NOFX, Ska-P oder Slayer. All diese Bands sind in ihrem Milieu bekannt, wahre Ikonen wenn nicht gar Idole. Sie teilen sich die Bühne mit Bands, von denen man vielleicht noch nicht viel gehört hat, welche aber ebenfalls gute Musik versprechen.

 

Grünschnabel versus Greenfieldkennerin

Ab Donnerstag ist ein Reporterteam von Tink.ch am Start und berichtet zweisprachig vom Festival. Während ich zum x-ten Mal ans Greenfield-Festival pilgere, so betritt Juliette Ivanez, Redaktionsleiterin Genf, für sie unbekanntes Land. Ist sie normalerweise am Paléo Festival, auf dem Gurten oder am Montreux Jazz Festival anzutreffen, so zieht sie die Neugier und vor allem auch die finnische Band Nightwish nach Interlaken.

 

Auch wenn sie kein grosser Metalfreund ist, so wagt sie trotzdem das Abenteuer und berichtet euch in den folgenden Tagen ihre Erlebnisse. Auch ich werfe mich hinter die Tasten, um euch eines meiner Lieblingsfestivals näher zu bringen. Heute laufe ich nicht mehr mit schwarz umrandeten Augen und Nietengurt herum, dennoch bin ich stets begeistert von der Musik und freue mich, dieses Festival Juliette ans Herz zu legen. Ob ich es schaffe, sie zu überzeugen, wird sich am Ende dieser Woche zeigen.

 

Mit dem Schneckenhaus von Genf nach Interlaken

Ein Tag vor Festivalbeginn sind wir also bereit für das Abenteuer: Laptop und Kamera sind eingepackt, jetzt werden nur noch kleine logistische Dinge geklärt, denn dieses Jahr sind wir mit einem kleinen (oder besser gesagt sehr kleinen) Wohnmobil unterwegs, welches unser neues Zu Hause für die nächsten drei Tage sein wird. Anders als in den letzten Jahren ist das Zugbillet nämlich nicht mehr im Festivalpreis inbegriffen. Obwohl das Greenfield-Festival nur Dreitages-Tickets verkauft und dies zum stolzen Preis von 200 Franken. So entscheiden wir uns für die lange Reise von Genf nach Interlaken für das Auto und hoffen, von unserem Schneckenhaus, welches wir hinten mitziehen, profitieren zu können. In Richtung Berner Oberland also, für ein journalistisches Abtauchen ins Herzen des grössten Rockfestivals der Schweiz.