Kultur | 27.05.2013

Stinktiere, die verzücken

Text von Lara Capelli | Bilder von Lara Capelli
Samstagabend, die Band "Jazskunx" gibt im Spycher in Münsingen ihr Konzert "Second Farts". Bereits ein früheres Konzert ("First Farts") fand dort statt. Wie der Name vermuten lässt, haben sie sich dem Jazz verschrieben.
Die Band "Jazskunks" während ihres Auftritts.
Bild: Lara Capelli

Eines ist von Anfang an klar: Die vier Mitglieder der Band “Jazskunx” sind Musiker mit Leib und Seele. Mit viel Leidenschaft spielten sie eigene Stücke, aber auch Lieder von Jamie Cullum und anderen Interpreten. Die Band, die 2011 gegründet wurde, besteht aus Lena Portmann am Saxophon, Thibaud Thomas am Schlagzeug, Andreas Schittny am Keyboard und Dominik Schittny am Mikrophon.

 

Samstagnacht

“Saturday Night” hiess das erste eigene Stück des Abends. Passend natürlich, da Samstagabend war. Das Programm der Band war ausgeglichen. Etwas mehr als die Hälfte ihrer Stücke sind Eigenkreationen und tragen ausgefallene Namen wie “Fish In The Water” oder “Hungry Skunk”. Auch vor Improvisationen scheuten sich die jungen Künstler nicht. Dabei merkte man, welch ein eingespieltes Team sie sind. Auch die Atmosphäre zwischen Band und Publikum war sehr vertraut und je mehr sich das Konzert dem Ende neigte, desto tanzwütiger wurden die Zuschauer. Am Ende ist jedem klar, “Jazskunx” spielen Musik, die direkt von den Ohren in die Beine geht.

Tink.ch-Reporterin Lara Capelli traf Dominik Schittny nach dem Konzert.

 

Tink.ch: Wie seid ihr auf den Namen “Jazskunx” gekommen?

Dominik Schittny: Also Jaz, weil wir Jazz spielen und dann wollten wir noch etwas mit einem Tier. Zuerst dachten wir an Waschbären, aber nach einigem googeln, haben wir uns für das Stinktier entschieden.

 

Wie hat sich die Band “Jazskunx” gebildet?

Andreas, mein Bruder, war schon einige Zeit auf der Suche nach einer Band. Ich habe Thomas im Diabetikerlager kennengelernt. Dort trommelte er auf Pfannen und anderen Küchengeräten. Ich fragte ihn ob er Schlagzeug spielt und Interesse daran hätte in einer Band zu spielen. Lena ist eine Studienkollegin von Andreas und so hinzugekommen.

 

Was verbindet euch neben der Musik?

Wie man schon am Nachnamen erkennt sind Andreas und ich verwandt. Um genau zu sein, sind wir Brüder. Thomas und ich sind beide Diabetiker. Lena und Andreas verbindet das Pharmaziestudium.

 

Wie schreibt ihr eure eigenen Songs?

Meist beginnt es so, dass Andreas einige Akkorde auf dem Klavier ausprobiert und Thomas den Beat dazu macht. Danach schauen Lena und ich was dazu passen könnte und am Schluss schreibe ich den Text.

 

Wer inspiriert euch?

Vor allem inspiriert uns Jamie Cullum. Ich war einmal an einem Livekonzert von ihm und war sehr beeindruckt. In letzter Zeit war es Hiromi, die uns inspiriert hat, sie ist eine japanische Pianistin.

 

Wie sind eure Pläne für die Zukunft?

Auf jeden Fall mehr Konzerte zu geben. Kürzlich bekamen wir eine Einladung zum Dorffest in Ostermundigen.