Kultur | 23.04.2013

Tanzhommage an Queen

Text von Lara Capelli | Bilder von zvg
Am Freitagabend präsentierte das La Poste in Visp das Györ Ballett, welches zur stimmungsvollen Musik von Queen tanzte. Die Art wie klassische Ballettelemente mit moderner Rockmusik kombiniert wurden, schaffte es, die Zuschauer zu begeistern.
Die Tänzer des Györ Balletts verschmolzen klassische Tanzbewegungen mit kraftvollen Liedern der Rockgeschichte.
Bild: zvg

Rechtzeitig um halb acht Uhr abends begann im Theatersaal des La Poste, die Tanzhommage an die legendäre Rockband Queen. Aufgeführt wurde sie von Györ Ballett aus Ungarn. Der erste Teil der Aufführung widmete sich den gemütlicheren Liedern von Queen. In der zweiten Hälfte der Aufführung gewann die Show an Kraft und schaffte es endgültig die Zuschauer mitzureissen. Der ständige Wechsel zwischen Solos, Paartänzen und Gruppenauftritten sorgte für eine gute Abwechslung und liess die Aufführung ausgeglichen erscheinen. Dank der schlichten Bühnendekoration war es einfach sich auf die Tänzer zu konzentrieren, ohne unnötig abgelenkt zu werden. Lediglich eine Leinwand wurde für Videoprojektionen von den Tänzern oder Queen benutzt.

 

Trend bauchfrei

Die Kostüme der Tänzer passten immer zum jeweiligen Lied, aber auch zur Zeitepoche von Queen. Zu Beginn traten alle Tänzer in einem bauchfreien Outfit auf die Bühne und auch später wurde immer wieder bauchfrei getragen. Während der Show konnte man beobachten wie mit den Outfits eine Zeitreise gestaltet wurde. Sie begann mit Looks aus den 50er-Jahren und ging weiter bis zu futuristisch anmutenden Uniformen.

 

Szenen einer Ehe

Beim Lied “I Want To Break Free”, wurden zusätzliche theatralische Elemente eingebaut. Neben der tänzerischen Leistung, demonstrierten die Tänzer auch schauspielerisches Können. Vielen Zuschauern dürfte die Szene bekannt vorgekommen sein. Sie handelte von einem Ehepaar, bei dem sich die Frau die Aufmerksamkeit ihres Mannes erkämpfen musste. So riss sie ihm mehrere Male die Zeitung weg, zerknüllte sie und warf sie ihm an den Kopf. Das führte dazu, dass die beiden anfingen sich zu verprügeln. Die Kampfszene wirkte allerdings nicht kitschig, da sie gut in die Choreografie integriert war.

 

Geschlechtertausch

Nach der Pause wurde das Publikum damit überrascht, dass die Dame auf der Bühne in Wirklichkeit ein Mann war. Dieser tanzte zu “Lazing On A Sunday Afternoon”. In “Seaside Rendezvous” zog sich die Dame ein Badekostüm an und machte damit den anderen Strandmädchen Konkurrenz. Was am Strand nicht fehlen durfte, war natürlich ein Surfbrett. Auf diesem zischte dann die Dame quer über die Bühne. Anders als gewohnt tanzten zu “Who Wants To Live Forever” zwei Männer zusammen. Ihr Tanz war der emotionalste der ganzen Vorstellung und nahm Bezug auf die Homosexualität von Freddie Mercury.

 

Man in black

Schwarze Hüte, Sonnenbrillen und Trenchcoats: so präsentierten sich die Tänzer zu “Another One Bites The Dust”. Passend dazu formten sie mit ihren Armen Gewehre und schlichen über die Bühne. Der Tanzstil wirkte lockerer als bisher. Als eine der Tänzerinnen die Bühne mit einer Pistole betrat, war noch unsicher, was sich gleich ereignen würde. Als sie dann damit auf einen anderen Tänzer zielte und die Pistole abfeuerte, dürfte sich wohl der eine oder andere Zuschauer erschreckt haben.

 

Show must go on

Damit wurde das Ende der Aufführung eingeleitet, wobei wieder das ganze Ensemble auf der Bühne stand. Der Schlussakt wurde von einer guten Gruppendynamik gekennzeichnet. Dies wurde durch die gleichen Outfits noch unterstrichen.