Gesellschaft | 27.04.2013

Swiss Press Photo

Text von Benjamin Schlegel | Bilder von Benjamin Schlegel
Am 18. April 2013 fand im Landesmuseum in Zürich die alljährliche Swiss-Press-Photo-Vernissage statt. Die Vernissage eröffnete die Ausstellung im Landesmuseum, welche die besten Pressefotografien des vergangenen Jahres zeigt. Die Gewinner der sechs Katgorien aktuell, Alltag und Umwelt, Porträt, Sport, Kunst und Kultur sowie Ausland erhalten 2'000 Schweizer Franken Preisgeld. Das beste dieser Fotos wird mit dem "Swiss-Press-Photo-Award" geehrt und ist mit 20'000 Franken dotiert.
  • Am Donnerstag fand im Nationalmuseum die alljährliche Swiss Press Photo Vernissage statt zur Eröffnung der Ausstellung.

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  • Levin Leger - Musikalische Begletung der Vernissage

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  • Andreas Spillmann - Direkor Schweizerisches Nationalmuseum

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  • Marco Castellaneta - Mitglied der Geschäftsleitung Schweizerisches Nationalmueseum

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  • Ignaz Staub - Jurypräsident Swiss Press Photo 2013

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  • Marc Henley - Sieger Swiss Press Photo 2012 und Jurymitglied 2013

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  • Siegesbild - Busunglück im Wallis - Copyright Laurent Gilliéron, Swiss Press Photo

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Nach einem Begrüssungswort durch den Leiter des Landesmuseums, Andreas Spillmann, spricht Marco Castellaneta zum zahlreich erschienenen Publikum. Es freue ihn, dass auch dieses Jahr das Landesmuseum diese Ausstellung zeigen dürfe.

Anschliessend präsentiert der Jurypräsident, Ignaz Staub, die prämierten Bilder. Beim Siegerbild begründet er die Entscheidung der Jury damit, dass der Sieger Laurent Gilliéron es geschafft habe, ein bewegendes Ereignis diskret zu dokumentieren. Das Siegerbild zeigt mehrer Rettungshelikopter und Rettungsfahrzeuge. Eine eindrückliche Dokumentation des tragischen Busunglücks in Sierre ohne dabei Tote zu zeigen.

Das hart umkämpfte Geschäft der Pressefotografen

Der Letzte am Rednerpult ist der Vorjahressieger. Er rückt die schwierige Situation der Pressefotografen ins Zentrum seiner Rede. Speziell geht er auf die Zustände für Schweizer Fotografen ein und betont, dass in keinem anderen Land die Gesetze so unklar seien wie in der Schweiz. Für Fotografen sei dies ein heikler Zustand. Wenn er zum Beispiel irgendwo ein Bild mache, kämen oft Personen auf ihn zu, welche im Hintergrund fotografiert wurden und würden ihn auffordern, das Bild zu löschen.

Weiter sprach er über die fehlenden Aufträge von Zeitungen. Sein Hauptauftraggeber von 2011, welcher ihm damals circa 30 Aufträge bescherte, vergab ihm letztes Jahr noch einen Auftrag. Seine grösste Aufgabe im vergangen Jahr sei gewesen, Carla Ponte davon zu überzeugen, sich fotografieren zu lassen. Zum Abschluss fügt er etwas sarkastisch an: “Ich mache jetzt mit meinem Handy ein paar Bilder und stelle diese dann online. Vorausgesetzt, es fordert mich hier drinnen niemand auf, die Fotos wieder zu löschen.”