Gesellschaft | 25.04.2013

Grossbaustelle

Text von Pascale Amez | Bilder von Pascale Amez
Wer das letzte Mal vor dem 6. April in Bern war, erlebt sein blaues Wunder, wenn er oder sie die Stadt besucht. Die Markt- sowie die Spitalgasse werden vollständig saniert. Warum die Sanierung "unumgänglich" sei und inwiefern dies mit Mitternachts-Shopping zu tun hat, im Beitrag von Pascale Amez.
  • Kurz nach Start der Bauarbeiten kam es zu einer Störung des Telefon-, Fernseh- und Internetnetzwerkes.

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  • Besonders zu Beginn der Bauarbeiten ist der Lärmpegel hoch.

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  • Die Bauarbeiten stellen eine Attraktion dar.

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  • Die Kosten für die Gesamtsanierung betragen 22,8 Millionen.

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  • Die Baustelle ist nicht zugänglich.

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  • Der Verkehr wird umgeleitet.

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  • Rund 7000 Tonnen Material wurde zu Beginn abtransportiert.

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  • Der Zeitplan ist eng gesteckt.

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  • Die Arbeiter sind in zwei Schichten von morgens um sechs Uhr bis um Mitternacht eingeteilt.

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  • Die Brücken zur Überquerung sind über fünf Meter breit.

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  • Als Erstes erfolgen die Abbrucharbeiten.

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  • Die Fussgänger können die Baustelle über zwei Brücken überqueren.

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  • Die Geschäfte bleiben während den Bauarbeiten geöffnet.

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Die beiden betroffenen Gassen verlaufen direkt im Zentrum der Altstadt Berns. Es sind zwei der wichtigsten Verkehrs- und Einkaufsgassen. Die Bauarbeiten dauern bis am 15. September 2013. Anschliessend findet bis Ende November etwas abseits vom Zentrum die Intensivbauphase der Waaghausgasse und des Käfiggässchens statt.

Sanierung unumgänglich

Während der Bauzeit wird der öffentliche Verkehr umgeleitet, die Überquerung der Gassen ist nur mittels zwei errichteter Brücken möglich. Dort bleiben die Passanten oft stehen und beobachten gebannt die laufenden Arbeiten. Laut der Stadt Bern war die Komplettsanierung unumgänglich. Als vor zwanzig Jahren die Tramgleise ersetzt wurden, traten bereits einige Jahre danach Mängel auf. Die Gleisanlagen weiterhin zu betreiben, wäre unvorsichtig gewesen.

Im Rahmen der Gesamtsanierung werden neben den Gleisen weitere Systeme neu erstellt. Die gesamten Elektroanlagen und ein Grossteil der Gas- und Wasserleitungen werden erneuert. Es erfolgt eine Ausbesserung des unterirdischen Stadtbachkanals und aufgrund von Gewässerschutzvorschriften müssen zwei Mischwasserleitungen neu eingebaut werden. Am Ende der Sanierungsarbeiten werden die Gassen wieder mit Pflastersteinen besetzt um die Atmosphäre der Altstadt zu erhalten. Für die Anwohner und das Gewerbe der Gassen wird die Zeit der Bauarbeiten zur Geduldsprobe. Von Montag bis Samstag, jeweils von sechs Uhr morgens bis Mitternacht wird gearbeitet.

Damit es zu keinen oder nur geringen Umsatzeinbussen des anliegenden Gewerbes kommt, werden Veranstaltungen wie beispielsweise das Mitternachts-Shopping am 31. Mai durchgeführt. Die Kosten für die Gesamtsanierung betragen 22,8 Millionen Schweizer Franken. Diese werden unter Bernmobil, dem Tiefbauamt und der “Energie Wasser Bern” aufgeteilt.

Wer nicht in Bern wohnt, aber in der nächsten Zeit die Stadt besuchen wird, sollte sich die Zeit nehmen, um einen Blick auf die Arbeiten zu werfen. Denn mitten in der Schweizer Hauptstadt eine Grossbaustelle zu sehen, grenzt an eine Attraktion.