Kultur | 24.04.2013

Die starke Stimme aus England

Endlich war es so weit! Die britische Popsängerin Leona Lewis, Gewinnerin der dritten X-Factor-Staffel im Jahr 2006, gab erstmals ein Konzert in der Schweiz. Dieses fand am Montag im KKL in Luzern statt und war restlos ausverkauft.
Gefühlvoll und ausdrucksstark gibt Leona Lewis ihre Lieder zum Besten. Die gewagten Outfits überraschten das Publikum -“ ohne es von der starken Stimme abzulenken. Die Britin zieht das Publikum im KKL in Luzern in ihren Bann.
Bild: tillate.com/ Christoph Ammann

Bei gemütlichen Klängen aus den Lautsprechern finden sich allmählich alle Leona Lewis‘ Begeisterten im prächtigen Grossen Saal des Kultur-und Kongresszentrums ein. Am 12. Oktober 2012 ist Leona Lewis‘ drittes und neustes Album „Glassheart“ erschienen, das vor allem von Liebe, Beziehungen und Trennungen handelt. Altbekannte Themen, die jedoch jeden Menschen beschäftigen. So sollten Zeilen wie „Love begins with a smile“ oder „Real love stories don’t have endings“ die Zuhörer durch das folgende Konzert führen.

 

Doch bevor die 28-jährige Britin mit Wurzeln aus der Karibik die Bühne betritt, singt der Support Act Tanja Dankner. Die Basler Sängerin und Songwriterin, die zusammen mit ihrem Bruder Phil das Pop-Duo „Dankner“ bildet, steht seit 20 Jahren im Musikgeschäft. Neben ihrem Mutterdasein und dem Leben als Musikerin ist sie unter anderem auch als Stimmbildnerin tätig. Mit ihrer souligen Stimme und ihrer fröhlichen, lockeren Art schafft sie es, die Stimmung im Saal ein bisschen aufzuheizen. Sie animiert das Publikum dazu, so laut zu singen, dass Lewis die Menge in ihrer Garderobe hören kann.

 

90 Minuten, 3 Outfits

Anschliessend wird die Bühne vorbereitet, was über eine halbe Stunde dauert. Doch dann, endlich, zeigt sich Leona Lewis dem Publikum und startet ihr Konzert mit dem Song „Come alive“. Das 90-minütige Repertoire beinhaltet viele Songs aus dem neuen Album, aber auch viele Klassiker, wie zum Beispiel „Bleeding Love“, „Forgive me“ oder „Happy“. Leona Lewis begeistert mit ihrer unglaublich starken und gefühlvollen Stimme ebenso wie mit ihren verschiedenen Outfits. Zu Beginn trägt sie einen schwarzen Hosenanzug, dann überrascht sie mit einem pinken, langen Kleid und zum Schluss greift sie wieder zu einem schwarzen Outfit.

 

Tolle Atmosphäre

Bei den Klassikern konnten die Zuschauer sich nicht mehr auf den Sitzen halten, standen auf und klatschten begeistert im Takt. Gleichzeitig sorgt sie bei ruhigeren Songs, gesungen mit viel Gefühl, für emotionale Momente. Das Lied „Footprints in the sand“ singt sie für ihre verstorbene Grossmutter und hält die Zuschauer an, auch an jemanden zu denken, den sie geliebt und verloren haben. Sobald ein Lied zu Ende ist, fängt die Menge nicht bloss an zu klatschen, sondern viele pfeifen laut oder schreien „We love you Leona!“. Das Publikum scheint Leona Lewis zu gefallen, so sehr, dass sie ein Foto von sich und den Konzertbesuchern macht. Dazu benutzt sie das Smartphone von jemandem aus den vorderen Reihen.

 

Ein gelungenes Konzert

Mit dem Welthit „Run“ beendet sie schliesslich das Konzert. In den knappen 90 Minuten hat sie einiges geboten. So überraschte sie zum Beispiel beim Lied „Trouble“ mit ihren Klavierkünsten und bei „Glassheart“ schlug sie kräftig auf das Schlagzeug. Etwas gewöhnungsbedürftig war das Lied „Better in time“, das sie im Stil von Reggae umwandelte und das sie mit dem Lied „Shot a man down“ von Rihanna zum Besten gab.