Kultur | 12.04.2013

Die Schweizer Künstlerbörse öffnet die Tore

Text von Amadis Brugnoni | Bilder von Amadis Brugnoni
Vom 10. bis zum 14. April kommt die Schweizer Kleinkunst-Szene zum 54. Mal zusammen und trifft sich an der Schweizer Künstlerbörse in Thun. Man trifft sich, um Kontakte zu knüpfen, um Künstler zu sehen, um Promis nachzuschauen und um Weisswein zu trinken. Und natürlich ist man auch gespannt, was die Preisträger des Kleinkunst-, des Innovations- und des Ehrenpreises an der Preis-Gala vorstellen werden.
Die letzten Vorbereitungen für die Preisverleihung sind in vollem Gange.
Bild: Amadis Brugnoni

Die Schweizer Künstlerbörse wird von der „Vereinigung KünstlerInnen – Theater – VeranstalterInnen“ (KTV) organisiert. Die Mitglieder des Vereins bestehen aus Kulturschaffenden, Veranstalter und Agenturen, welche allesamt durch die KTV repräsentiert und vernetzt werden. Die Schweizer Künstlerbörse in Thun hat sich in den letzten Jahren zu einer Veranstaltung mit nationaler Reichweite entwickelt, die mittlerweile nicht mehr nur ausschliesslich von Künstlern und Agenten besucht wird.

 

Messe und Festival zugleich

An der diesjährigen Künstlerbörse finden sich 110 Kleinkunst-Produktionen mit 340 Künstlern aus der Schweiz und aus dem Ausland ein. Zusätzlich bekommen Agenturen und Künstlerinnen die Möglichkeit sich an Ständen zu präsentieren. Die KTV erhoffen sich durch diese hybride Struktur von Messe und Festival, dass neue Synergien zwischen den Kulturschaffenden entstehen und Ideen für neue Programme und Inhalte entwickelt werden.

 

Drei Preise

Die KTV verleiht an der Künstlerbörse mittlerweile drei Preise. Mit dem Kleinkunst-Preis möchte die KTV besondere und auffallende Leistungen honorieren. Originelle Ideen und Künstler, die ungewöhnliche Ansätze verfolgen, werden mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Und der Ehrenpreis würdigt das ganze Lebenswerk einer besonderen Künstlerin.

 

Drei Preisträger

Die drei Preisträger könnten nicht unterschiedlicher sein, was auch zeigt, wie weit der Begriff Kleinkunst reicht. Den Kleinkunst-Preis gewinnt die jurassische Tänzerin und Choreografin Eugénie Rebetez, die mit ihrem Programm „Gina“ Tanz, Gesang und Komik miteinander kombiniert. Der Gewinner des Innvationspreises ist der Circus Monti, dessen Verantwortliche immer wieder neue Wege in der Programmgestaltung suchen. Und der Wortkünstler Franz Hohler, der vor 48 Jahren sein erstes Programm auf die Bühne brachte, wird mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

 

Frisch und unveröffentlicht

In den nächsten fünf Tagen verwandelt sich das Kultur- und Kongresszentrum Thun zum Pilgerort für die Schweizer Kleinkunstszene. Es wird gesprochen und zugehört, getanzt und zugeschaut und die Kulturschaffenden präsentieren ihre noch frischen Kreationen, welche zum Teil vorher noch nie vor Publikum gezeigt wurden. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall.

Links