Gesellschaft | 26.03.2013

GenerActions – Alt trifft auf Jung

Den Jungen gehört die Welt - Ein Sprichwort, das oft von Politikern benutzt wird, um auf die Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. Doch ganz ohne die erfahrene Generation wird es doch nicht gehen. Sie hat immer ein Ass im Ärmel, das sich die Jugendlichen erst noch erspielen müssen. Am 23. März hat Infoklick.ch in Luzern "GenerActions" durchgeführt, um einen Austausch zwischen Alt und Jung zu ermöglichen. Die Sitzung begann mit dem Projekt "Parkour Anlage Luzern".
Raphael Bicker und Elias Steiner vom Verein Parkour Luzern präsentieren ihr Projekt.
Bild: Mazlum Toprak Mitglieder von "Innovage" hören als Jury interessiert zu. Parkour ist für sie etwas Neues. Dann folgt die Diskussion über das Rechtliche. Hierbei hat die ältere Generation einen Wissensvorsprung. Der Austausch geht beim Apéro weiter.

Das Prinzip von “GenerActions” ist einfach: Junge Leute stellen ihre verrückten Ideen vor und lassen sich von einer erfahrenen Jury ein Feedback geben. Zudem erhalten die Referenten wichtige Tipps, die ihnen das Durchführen ihres Projekts erleichtern soll.

Basierend auf diesem Konzept hat Infoklick.ch, Kinder- und Jugendförderung Schweiz, zum ersten Mal in der Zentralschweiz einen derartigen Anlass veranstaltet. Die Organisatoren gingen mit viel Begeisterung an die Sache ran und konnten viele motivierte Mitglieder des Netzwerks Innovage dafür gewinnen, einem wichtigen Partner, um die Sitzung reifer zu gestalten. Innovage vereint qualifizierte Menschen mit Führungs-, Verwaltungs- oder Beratungserfahrung, die pensioniert sind oder kurz davor stehen. Die Anzahl Jugendlicher dagegen war überschaubar: 5 waren anwesend, davon 3 Referenten.

 

Luzerner planen Parkour-Anlage

Parkour – eine Sportart, bei der man nur mit Einsatz des eigenen Körpers am schnellsten von A nach B kommt. Eine Sportart, die totale Körperbeherrschung erfordert und viel Konzentration. Eine Sportart, die ziemlich unbekannt aber am durchstarten ist.

Ein Team junger Luzerner und Luzernerinnen will dafür die erste Parkour-Anlage der Schweiz auf die Beine stellen. Mit der Messe Luzern haben sie bereits einen Standort gefunden, und die Zusage auch schon. Sie dürfen nun auf der alten Tribüne eine Anlage planen und entwerfen, wobei sich der Platz als optimal erweist, da es einen geregelten Zugang gibt und somit nicht jedermann auf den Geräten trainieren kann und einen Unfall gebaut wird

 

Ihr Projekt präsentierten Raphael Bicker und Elias Steiner vom Verein Parkour Luzern nun der kritischen Jury am “GenerAction”. Parkour mag für die meisten Jugendlichen ein Begriff sein. Hingegen ist das ein wahres Fremdwort für die Generation 60+. Um einen Vorgeschmack davon zu geben, zeigten die Luzerner erst einmal ein Video, welches viel Begeisterung bei den Senioren auslöste.

 

Das Rechtliche – wer haftet denn?

Dann ging es in die Diskussion. Denn auch wenn das Projekt schon gut aufgegleist ist, so gibt es doch noch viel Klärungsbedarf. Da es schweizweit kein Referenzmodell gibt, ist unklar, wer wofür haftet. So muss geklärt werden, wer bei einem Unfall haftet und wie die Versicherungen diese Sportart einstufen.

In diesem Bereich kommt unsere Jury zum Zug. Die Erfahrung zeigt, dass bei Jugendlichen Nachholbedarf besteht in Sachen Recht und Haftung. Es gibt leider zu viele Dinge, die man nicht beachtet. Als routinierter Senior jedoch wird man diese im Laufe des Lebens gelernt haben, oder wurde selber mal damit konfrontiert. So konnten die Jungen von den “Alten” sehr viele neue Telefonnummern einholen, und Tipps, um eine Anlage diesen Ausmasses zu finanzieren und sorgfältig zu pflegen.

 

Als die Diskussionen zu Ende gingen, war klar: es haben beide Parteien profitiert! Die älteren Leute entdeckten eine neue Seite der Jugendlichen, und der Verein Parkour Luzern erhielt wichtige Informationen für sein Projekt, von Haftungsfragen bis zu Bauplänen. Somit erfüllte das erste “GenerActions” im Theater Pavillion seinen Zweck.

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