Sport | 19.03.2013

Das Leiden hat ein Ende

Text von Simon Scheidegger | Bilder von Manuel Lopez
Tink.ch-Reporter Simon Scheidegger kommentiert die wöchentlichen Sportereignisse aus einer erfrischenden Perspektive. Kritisch, aber nicht immer ganz ernst zu nehmen.
Der sportliche Überblick der Woche: Sportissimo von Simon Scheidegger.
Bild: Manuel Lopez

Der Winter sträubt sich zwar noch mit vereinzelten Schneegestöbern endlich dem Frühling Platz zu machen, aber schon bald werden die Wintermüden erlöst sein. Eine Erlösung war es auch für die Skination Schweiz, als das Saisonfinale in der Lenzerheide, das von Mittwoch bis Sonntag über die Bühne ging, endlich zu Ende war.

 

Die Schweizer wussten einmal mehr nicht zu überzeugen, was aber niemanden überrascht haben wird. Denn die helvetische Erfolglosigkeit ist in dieser Saison zur unangenehmen Gewohnheit geworden. Böse Zungen behaupten dennoch, dass das Schweizer Team in der vergangenen Woche seine Saisonbestleistungen gezeigt habe, nämlich am Mittwoch und am Donnerstag. Die beiden geplanten Abfahrten und Super-Gs wurden wegen des schlechten Wetters abgesagt.

 

Zwar wurde Lara Gut, die Einzige im Schweizer Lager mit etwas Erfolg, im abschliessenden Riesenslalom Dritte. Dennoch ist die Bilanz der gesamten Saison äusserst ernüchternd. Zum ersten Mal seit der Gründung des alpinen Skiweltcups im Jahr 1967 schliessen die Schweizer den Nationencup nicht in den Top 5 ab: Mit fast 8000 (!) Punkten Rückstand auf die als Team übermächtigen Österreicher belegen die Eidgenossen gar nur den siebten Platz. Das Männerteam totalisiert gerade einmal 975 Punkte. Zum Vergleich: Als Carlo Janka vor vier Jahren den Gesamtweltcup gewann, hatte er alleine über 200 Punkte mehr auf dem Konto als die erfolglosen Männer dieser Saison zusammen.

 

Es gäbe noch einige Zahlenspielereien, die die historische Baisse bei Swiss-Ski illustrieren. Diese gehört jedoch seit Sonntag der Vergangenheit an und interessiert nur noch Statistiker und den einen oder anderen Journalisten. Der gemeine Fan hingegen hofft darauf, dass man in einem Jahr einen nicht endenden Winter herbeiwünscht, um noch lange auf der Erfolgswelle reiten zu können.