Kultur | 05.02.2013

Waldbühne-Auftritt

Text von David Schneider | Bilder von Kilian Brotschi
«Red Shoes" hat vor drei Jahren einen steilen musikalischen Start hingelegt. Was ist geworden aus der Band, die den Auftritt auf dem Gurten-Festival als "echte Überforderung" in Erinnerung hat?
Josua Romano: "Bei uns gehört es schon fast zur Tradition, dass wir uns grosse Ziele stecken."
Bild: Kilian Brotschi

Tink.ch: Bevor ihr euch 2009 mit eurem Sänger komplettiert habt, ward ihr bereits seit drei Jahren als Band unterwegs. Wie muss man sich eine Band vorstellen, die so lange keinen “richtigen” Sänger hatte?

Markus Häni (Gitarrist): Wir haben damals mit Punk-Rock angefangen und verschiedenste Songs gecovert. Schon damals waren wir auf der Suche nach einem Sänger. So kam ihm Wochentakt ein Sänger oder eine Sängerin vorbei und hat sich versucht. Nur einer davon ist etwas länger geblieben, ein guter Freund von uns. Nur konnte der nicht wirklich singen und ist von selber wieder gegangen (lacht).

 

Wie hat sich euer Bandleben weiterentwickelt, als 2009 Sänger Josua hinzu kam?

Markus: Ab dem Moment, wo er dabei war, ging alles ziemlich schnell. Wir hatten den Vorteil, dass wir viele Songs bereits instrumental vorbereitet hatten. Und als er dazu kam, haben wir innert kürzester Zeit zahlreiche Songtexte geschrieben. Es ging ziemlich flott voran. Wenig später folgten unsere ersten Auftritte.

 

Wie erwähnt, habt ihr es bereits ein Jahr darauf auf die Waldbühne des Gurtenfestival geschafft. Wie habt ihr diesen kometenhaften Aufstieg erlebt?

Markus: Das war eine lustige Sache. Bereits nach unserem ersten Auftritt haben wir im Spass gesagt “Nächstes Jahr Gurten”. Und siehe da, elf Monate später standen wir tatsächlich auf der Waldbühne. Das war ziemlich heftig und wir waren echt überfordert. (lacht)

Josua Romano (Sänger): Bei uns gehört es schon fast zur Tradition, dass wir uns grosse Ziele stecken. Wir rühren sozusagen mit der grossen Kelle an. Zum Teil haben wir eine grosse Klappe und den Hang zum Grössenwahn. (lacht)

 

Seit eurem Waldbühne-Auftritt sind fast drei Jahre vergangen. Wie habt ihr euch als Band seitdem entwickelt?

Josua: Damals haben wir hauptsächlich darauf geachtet, dass wir mit den Leuten eine riesige Party schmeissen. Wir wollten vor allem eine gute Zeit haben. Zudem stopften wir die verschiedensten Stilrichtungen in einen Auftritt. Danach haben wir festgestellt, dass wir uns in unserer Spielweise noch verbessern müssen und mehr aufeinander Acht geben sollten, damit wir als Band insgesamt kompakter agieren. Das Entertainment-Element haben wir aber beibehalten. Uns ist es nach wie vor wichtig, den Zuschauern auch optisch etwas zu bieten.