Kultur | 05.02.2013

„Nicht immer bierernst“

Text von David Schneider | Bilder von Kilian Brotschi
Im Rahmen von "Rock the Kufa" in Lyss, waren nicht nur junge aufstrebende Bands zu hören und sehen. Auch ein Altmeister des Rocks war mit von der Partie: "The Order".
Sänger Gianni sagt zu Tink.ch: Der Ort ist toll und die Leute sind gemütlich.
Bild: Kilian Brotschi

Tink.ch: Ihr seid seit vielen Jahren als Musiker tätig und habt in verschiedenen Bands Erfahrung gesammelt. Hier am «Rock the Kufa« hat es viele junge, aufstrebende Bands. Was hat euch hierher verschlagen?

Gianni Pontillo (Sänger): Wir wurden angefragt, ob wir an diesem Event mit vielen jungen Bands mitmachen wollen. Und nach wie vor fühlen wir uns einigermassen jung. Darum dachten wir, wieso nicht? Auch der Ort ist toll und die Leute sind gemütlich.

 

Bei eurem Auftritt war die Halle gut gefüllt und es hatte mehr Zuschauer als bei den restlichen Bands. Was denkt ihr, liegt das an eurer Erfahrung und euren mittlerweile vier Alben?

Andrej Abplanalp (Bassist): Ich habe das Gefühl, es liegt daran, dass wir bei unseren Auftritten wirklich Spass haben. Und das Publikum hat dies in den letzten Jahren miterlebt. Es geht nicht darum, bierernst die Setlist durchzuspielen, sondern vielmehr die Freude ausleben zu können. Dank dem hat es viele Personen, die uns einmal erlebt haben und deshalb immer wieder kommen.

 

Wie zu erkennen ist, hat es am heutigen Abend verschiedenste Musikstile die zusammentreffen. Bei euch ist es der Metal, der euch seit den Achtzigern begleitet. Was war diese Musik damals und wo steht sie heute?

Gianni: Natürlich hat es einen Wandel gegeben. Schlussendlich interessiert es uns aber nicht wirklich, ob der Metal sich verändert hat oder nicht. Wir hören uns trotzdem noch den Sound der Achtziger an, wie zum Beispiel „Van Halen“ oder „Mister Big“. Es ist auch eine Musikrichtung, bei der es ständig neue Trends gibt. Wir machen unser Ding, weil wir Lust darauf haben.

 

Vor „The Order“ habt ihr in verschiedenen Bands gespielt und so verschiedene Stilrichtungen kennengelernt. Daraufhin habt ihr euch dann als „The Order“ neu formiert. Wie kam es dazu?

Andrej: Es ist so, dass ich mit den anderen zwei Bandmitgliedern schon seit über zwanzig Jahren Musik mache. Wir standen schon bei „Swamp Terrorists“, „Gurd“ oder „Jerk“ gemeinsam auf der Bühne. Nach all dem hatten wir die Sehnsucht nach einem guten Sänger und wollten den Retrosound wieder aufleben lassen. Doch dafür fehlte uns eben der passende Sänger. Wir hatten Gianni schon länger im Hinterkopf und so haben wir ihn kurzum angefragt. Er hat sogleich zugesagt und wie man sieht, ist er geblieben. (lacht)