Kultur | 05.02.2013

Grove

Text von David Schneider | Bilder von Kilian Brotschi
Die Band "Grove" spielte am 2. Februar im Kufa Lyss. Das Interview über ihre Musik und das Bandleben.
Grove im Interview mit Tink.ch.
Bild: Kilian Brotschi

Tink.ch: Roher und kratziger Rock wie Gehölz, dafür steht die Band “Grove”. Woher habt ihr euren Bandnamen?

Patrick Tschäppät (Gitarrist): Stevie, unser Drummer, hat den Ausdruck auf einer Postkarte gesehen. Es war eine Karte aus dem amerikanischen Ort Downers Grove. Darauf dachten wir, dass Downers Grove für einen eingängigen Bandnamen zu lang ist. Er sollte möglichst kurz und prägnant sein. Darum einfach Grove, weil eben das Wort “Gehölz” unsere Musik passend charakterisiert.

 

Man erkennt bei eurer Musik gut, dass ihr Brücken schlägt zum Rock der 70er und 80er-Jahre. Welche Bands von damals beeinflussen euch?

Remo Schüpbach (Sänger): Wir haben erst gestern darüber diskutiert, wer uns beeinflusst. Eigentlich hat jeder von uns einen anderen Geschmack. Aber es gibt ein paar Nenner, die bei jedem vorkommen, wie die “Foo Fighters”, “AC/DC” oder “Aerosmith”. Hinzu kommen auch modernere Einflüsse. Wir richten uns deshalb nicht nach einer Band oder einem Stil.

 

Ihr habt Coversongs im Gepäck, aber auch zahlreiche Eigenkompositionen. Wie sah es zu Beginn der Band aus, standen damals Songs von anderen Bands auf dem Programm?

Remo: Vor “Grove” haben wir als “The Black Widow” gemeinsam Musik gemacht und fuhren damals die 70er-Jahr-Schiene. Die eigenen Lieder waren damals eher simpel. In der neuen Zusammenstellung haben wir darauf mit neuen Liedern begonnen und die alten über Bord geworfen. Wir setzen also eher auf eigenes Material.

 

Für eure Songs arbeitet ihr als Band zusammen und jeder ist bei der Erarbeitung beteiligt. Wie muss man sich das vorstellen?

Patrick: Jeder hat seine Ideen, die wir untereinander austauschen. Das macht unsere Band aus, dass wirklich jeder sich miteinbringt. Ich persönlich erarbeite meine Songs zu Hause und nehme sie auf. Das Ganze läuft dann eher im Singer- und Songwriter-Stil ab, weil ich diese Ideen alleine einsinge und –spiele. Die besten Ideen stelle ich daraufhin im Bandraum vor.