Gesellschaft | 26.02.2013

Entdeckungsreise an der Mustermesse

Text von Adrian Mangold | Bilder von Adrian Mangold.
Am Freitag eröffnete Bundesrat Alain Berset in Basel die 97. Mustermesse, die Muba. 823 Aussteller stellen ihre Produkte auf einer Fläche von 66'500 m2 aus. Auch dieses Jahr gibt es an der zweitgrössten Publikumsmesse der Schweiz einiges zu entdecken.
Am Freitag wurde die Muba eröffnet. Auch Bundesrat Alain Berset war zugegen. Volles Haus: Die Muba zählte letztes Jahr über 300'000 Besucher. Die Gastländer Ungarn und Indonesien sorgen für einen exotischen Ton.
Bild: Adrian Mangold.

Alljährlich bietet die Muba ein breites Spektrum an Attraktionen und Produkten an. So entdeckt man als Besucher verschiedene Bereiche, die sich von Wohnen über Reisen bis hin zu Essen und Trinken erstecken. Aber auch Liebhaber von Kultur, Kunst, Mode, Gesundheit, Sport oder Multimedia kommen nicht zu kurz.

 

Neben der Muba läuft wie jedes Jahr die Ferienmesse in der Halle 1 und die Nachhaltigkeitsmesse Natur im Congress Center. Doch beide Nebenmessen finden jeweils nur an den Wochenenden statt, die Ferienmesse am ersten und die Natur am letzten Wochenende, während die Muba auch während der Woche durchgehend geöffnet hat

 

Premiere mit zwei Gastländern

Mit Indonesien und Ungarn sind das erste Mal gleichzeitig zwei Gastländer an der Muba anwesend. Das Gastland Indonesien lässt die Besucher durch den Tag Tänze, Marionetten-Theater oder Präsentationen des traditionellen Bambus Musikinstruments Angklung aus West-Java bewundern, welches nach einer hölzernen Version eines Xylophons klingt An diversen Austellungsständen werden indonesische Mode und Schmuck ausgestellt. Ungarn präsentiert seine grosse kulinarische Vielfalt und Tradition unter anderem in Form von originalem Kessel-Gulasch, welches in Würfel geschnittenes Fleisch und eine Fülle von Gemüse enthält.

 

Kunstwerke oder lieber im Wald?

Wer sich für Design interessiert, sollte die neue Ausstellung über Schweizer Produktdesign namens “Schweiz ist Design” besuchen, bei der über 30 Objekte von Schweizer Firmen gezeigt werden, die in den letzten drei Jahren den renommierten internationalen Designpreis “Red Dot” gewonnen haben. Wer lieber Natur mag, kann sich einen Spaziergang durch den 100 m2 grossen künstlichen Wald gönnen, der von Baselland Tourismus in der Ausstellungshalle präpariert wurde. Dieser wirkt auf den ersten Blick erstaunlich echt und lässt Wald-Feeling aufkommen. Allerdings wirken die Holzspäne am Boden bald billig und lieblos. Nach den ersten Schritten spürt man keinen Waldboden, sondern einen Messestandboden.

 

Wireless für alle

Auch wenn die Muba die älteste Publikumsmesse der Schweiz ist, geht sie mit der Zeit. So wurde in diesem Jahr die App für mobile Geräte weiter optimiert und neu können die Besucher an der Muba gratis im Internet surfen. Zusätzlich wurde die Präsenz auf Facebook stark ausgebaut: im Vorfeld konnte man bei mehreren Verlosungen auf der Facebookseite im Minutentakt Gratiseintritte für die Messe gewinnen.

 

Bewährtes weiterführen

Nur weniges hat sich also im Vergleich zum letzten Jahr geändert. Vieles ist gleichgeblieben und entäuscht womöglich genau deshalb die regelmässigen Messebesucher. Doch gerade die gleichzeitige Anwesenheit von zwei Gastländern verlängert die Entdeckungsreise um ein paar Stunden. Ein Besuch an der Muba in Basel lohnt sich auf alle Fälle.