Gesellschaft | 12.02.2013

Benedikt hat ausgepapst!

Text von Dr. Radegeber | Bilder von Archiv Tink.ch
Unter dem Vorwand, sein Alter ermögliche die Aktivitäten der Papsterei nicht mehr, hat Benedikt der 16. nun seinen Rücktritt bekannt gegeben. Dr. Radgeber, ein enger vertrauter vieler Geistlicher, kennt die wahren Gründe für den Rücktritt. Wurde der Papst wirklich zu teuer? Und wie wird man jetzt zum Papst?
Nicht immer beim Wort zu nehmen: Dr. Radegeber
Bild: Archiv Tink.ch

Man erwartet etwas Spektakuläres. Eine grosse Pressekonferenz. Oder vatikanüblicher, eingefärbter Rauch, der zeremoniell aus irgend einem heiligen Kamin steigt. Oder eine wilde Horde alter Herren in Umhängen, die auf Einhörnern durch Rom reiten. Wie sonst sollte man auch den Rücktritt des Papstes bekannt geben? Es ist wohl die bisher spannendste Meldung des Jahres: Benedikt mag nicht mehr. Verkündet an der Vollversammlung der Kardinäle am Montag.

 

Wahre Hintergründe

So manche Nonne wird es gestern fast den Schleier vom Kopf geweht haben, als bekannt wurde, dass Papst Benedikt, im Vatikan auch liebevoll “Lil Ben” genannt, seinen Umhang ablegt. Nach eigenen Angaben sei er zu alt und gebrechlich für die vielen Aufgaben in seinem Amt. Der Herr, der mit gebürtigem Namen Ratzinger heisst, scheint während seiner Amtszeit einer der polarisierendsten Päpste überhaupt gewesen zu sein. Und so scheint es nur angemessen, dass sein Abtritt sämtliche Boulevardzeitungen weltweit aufwühlt.

 

Seit 1294 gab es keinen Papst-Rücktritt mehr, da in diesem aussterbenden Arbeitsfeld kaum jemand das Rentenalter erreicht. Aus unverlässlichen Quellen kennen wir jedoch die wahren Gründe für den Ausstieg: Gerüchten zufolge gibt es für die Arbeit an Sonntagen sowie Feiertage wie etwa Ostern neu keine Zulagen mehr. Ausserdem wurde das Zerstechen von Kondomen in Afrika nun fest ins Kompetenzprofil des Papstes aufgenommen und macht neu 20% der Arbeitszeit aus. Aus Spargründen werde dem Papst künftig nicht einmal mehr Schuhe mit einer erhöhten Sohle bezahlt, denn er solle, wenn er grösser wirken möchte, ab sofort in handelsüblichen High Heels seine Predigt halten. Diese, sowie die neue Augenbrauenzupf-Pflicht, werden die wahren Gründe für den Rücktritt sein.

 

So machen sie den Papst

Wenn Sie sich zu Hause bei diesen Neuigkeiten gefreut haben, dass die Stelle nun wieder frei ist, hier ein paar Tipps und Informationen für Ihre Bewerbung als Papst: Die Anforderungen an Sie als neuen Papst sind gross. Sie müssen alt sein. Wie alt genau spielt eigentlich keine Rolle, solange Sie danach aussehen. Jedoch nicht zu alt, so dass sie den goldenen Stab und das Kostüm mit einem Gesamtgewicht von 50kg noch tragen können. Sie benötigen zudem die Bereitschaft an Wochenenden sowie Feiertagen zu arbeiten und sollten fliessend Latein können. Die gängigen Gebete müssen Sie aus dem Effeff beherrschen. Achten sie zudem darauf, dass Sie ihre Bewerbung per Brieftaube einreichen.

 

Anscheinend haben sich schon erste Bewerber auf diese Stelle beworben. Darunter seien auch Hollywood-Persönlichkeiten wie Justin Bieber und Madonna. Der Ex-Papst hingegen nehme nun wieder seinen alten Rapper-Namen “The Ratzz” an und widme sich wieder ganz dem Hip-Hop zu.