Sport | 22.01.2013

Zum Jubiläum der UEFA etwas Neues

Text von Lukas Killer | Bilder von Oliver Hochstrasser
Wie schon im Juni angekündigt, bestätigte der Uefa-Vorsitzende Michel Platini Anfang Dezember an einer Pressekonferenz, dass die Europameisterschaft 2020 in verschiedenen Metropolen Europas ausgetragen wird.
Der Basler St. Jakobpark könnte bereits 2020 erneut Austragungsort einer Europameisterschaft sein.
Bild: Oliver Hochstrasser

“Mit diesem Schritt geben wir den Ländern die Chance, zumindest zu einem Teil an der EM teilzunehmen”, wie Infantino, Rechtsanwalt und Generalsekretär der Uefa, gegenüber Spiegel Online sagte. “Es soll eine Jubiläums-EM werden, und wir wollten einfach mehreren Ländern und Städten die Chance geben, daran teilzuhaben.” Gemeint ist die Ankündigung von UEFA-Präsident Michel Platini, die Europameisterschaft 2020 auf dem ganzen Kontinent auszutragen. Die verschiedenen Fussballverbände reagierten mit einer Ausnahme positiv auf diesen Versuch Platinis, zum 60-jährigen Jubiläum der UEFA. Viele kleine, im Fussball unbedeutende Länder erhoffen sich, selber einen der Austragungsorte zu stellen.

 

Eine Euro in Europa

Bewerber gibt es jedenfalls genug. Aserbaidschan, Georgien, Irland, Schottland, Wales, die Türkei, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Deutschland, die Niederlande, Tschechien und die Slowakei meldeten Interesse an. Auf Schweizer Interesse wartet man bei der UEFA bislang noch vergeblich. Dies ist einerseits unerklärlich, da man 2008, als die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz stattfand, gute Erfahrungen machte, andererseits bleibt für Schweizer Fans Hoffnung, denn die Vergabe findet erst im Frühjahr 2014 statt. Auf Nachfrage lässt der Schweizer Fussballverband jedenfalls verlauten, dass er eine Kandidatur als Austragungsort prüfe. Spielstätte dürfte dann wohl erneut der Basler St. Jakob Park sein, das mit rund 40’000 Plätzen grösste Stadion der Schweiz. Andere Stadien kommen wegen zu geringer Kapazität wohl nicht in Frage.

 

Türkei schaut in die Röhre

Es bleibt also noch genügend Zeit, sich als Interessent zu melden. Allerdings dürfte kaum ein entscheidender Match in der Schweiz stattfinden. Im Viertelfinale soll es laut UEFA nur eine einzige Austragungsstadt geben. Vermutlich wird das Istanbul sein, da sich die Türkei schon drei Mal vergeblich als alleiniger Austragungsort beworben hat – auch für die Ausgabe 2020. Die Türkei war denn auch das einzige Land, dass der Neuorganisation Anfang Dezember entgegenstimmte.