Sport | 22.01.2013

Liebe Skifreunde

Tink.ch Reporter Simon Scheidegger kommentiert die wöchentlichen Sportereignisse aus einer erfrischenden Perspektive. Diese Woche gibt es wertvolle Tipps zur Frustbewältigung für Skifans
Der sportliche Überblick der Woche: Sportissimo von Simon Scheidegger.
Bild: Simon Scheidegger.

Die Skination Schweiz kommt ja in dieser Saison bekanntlich nicht in die Gänge. Carlo Janka liess mit seinem 3. Platz in der Superkombination in Wengen kurzfristig die Hoffnung aufkeimen, dass er schon bald wieder zu seiner Form der Gesamtweltcup- und Olympiasieg Saison gefunden hätte. Doch die Jubelhymnen verstummten schnell, spätestens dann als Janka in der Königsdisziplin Abfahrt ein Tor verpasste. Weil auch die anderen Schweizer nicht zu einer Erheiterung der Stimmung beitragen konnten, wurde in den Skihütten wohl eher um des Feierns Willen, als wegen toller Resultate gefestet. Katerstimmung herrschte nämlich alleweil.

 

Drum, liebe Skifreunde und –freundinnen, um nicht vollkommen dem Unglück zu verfallen, sei euch ans Herzen gelegt, dem Skizirkus für eine Weile den Rücken zu kehren, oder zumindest scheu einen Blick auf andere Sportarten zu werfen: In Australien strebt Roger Federer seinen 5. Titel am Australian Open an, und ist mit bisher überzeugenden Leistungen auf bestem Weg dazu. Andere hatten bisher bedeutend mehr zu kämpfen als der Schweizer Hoffnungsträger. Gilles Simon und Gaël Monfils duellierten sich fast fünf Stunden lang, bis sich die beiden erschöpft in die Arme fielen. Simon hatte im Entscheidungssatz triumphiert, aber beide spielten sich in die Herzen des Publikums. Dass Stanislas Wawrinka nach über 5 Stunden trotz einer grossartigen Leistung gegen Novak Djokovic ausschied, sei zwecks Vermeidung weiterer Frustrationen für einmal ausgeblendet.

 

Oder in Deutschland rollt seit letzten Freitag der Ball wieder in der Bundesliga. Und es hätte kaum unterhaltsamer beginnen können. In einem Spiel, das nicht für lehrbuchmässige Abwehrleistungen in die Geschichte eingehen wird, setzte sich Schalke 04 gegen Hannover 96 mit 5:4 durch.

 

Ihr seht, liebe Skifreunde und –freundinnen, die Sportgötter und –göttinnen sind nicht durchwegs schlecht gestimmt. Ihr Fokus liegt momentan nur nicht auf unseren Skicracks. Das kann sich aber gewiss schnell ändern. Vielleicht bereits am nächsten Wochenende in Kitzbühel.