Sport | 19.01.2013

Licht am Ende des Tunnels

Text von Flavia von Gunten | Bilder von Manuel Lopez
Ein Podestplatz und zwei weitere Fahrer in den ersten zehn Rängen. Die Schweizer Mannschaft hätte kaum besser in das Lauberhorn Wochenende starten können. Gewonnen hat das Rennen der Franzose Alexis Pinturault.
Der dritte Platz in der Super-Kombination von Carlo Janka gibt Hoffnung auf weitere Bestplatzierungen am Samstag.
Bild: Manuel Lopez

Die Vorzeichen für die Super-Kombination am Lauberhorn standen schlecht. Kaum ein zählbares Resultat fuhr das Schweizer Männerteam diese Saison ins Trockene. Doch der Heimvorteil schien die Herren zu beflügeln. Nach der Abfahrt klassierten sich mit Carlo Janka und Marc Berthod gleich zwei Schweizer in den Top-Ten. “Endlich hatte ich ein gutes Gefühl auf dem Ski. Darauf musste ich lange warten”, so Berthod. Führender nach dem ersten Teil der Kombination war der Südtiroler Christof Innerhofer vor dem Österreicher Hannes Reichelt und Kjetil Jansrud aus Norwegen.

 

Slalom bringt Entscheidung

In der Kombination wird der beste Allrounder gesucht. Deshalb ist ein Fahrer, der nach der Abfahrt im Mittelfeld liegt, längstens nicht von der Entscheidung ausgeschlossen. Bestes Beispiel dafür ist  der Franzose Alexis Pinturault. Auf Position 22 nach der Abfahrt, übernahm er nach seiner Slalomfahrt die Spitze. Mitfavoriten wie Ted Ligety aus den USA oder der Norweger Aksel Svindal bissen sich an Pinturaults Zeit die Zähne aus. “Ich habe das Rennen in der Abfahrt verloren”, ist sich Svindal sicher.

 

Auch die Schweizer konnten Pinturault nicht aus der Leaderbox verdrängen. Einzig Ivica Kostelic an zweiter Stelle und Carlo Janka als Dritter fuhren annähernd an die Zeit des Franzosen ran. Die Führenden nach der Abfahrt kamen auf dem Slalom-Hang nicht auf Touren und verpassten das Podest deutlich.

 

Zufriedene Schweizer

“Ich danke den Organisatoren für diese wunderbare Piste”, schwärmt Pinturault nach seinem Sieg. Auch Carlo Janka zeigt sich zufrieden: “Dieser dritte Platz gibt Selbstvertrauen. Ich hoffe, dass das ganze Team davon profitieren kann.” Der Cheftrainer der Schweizer Osi Inglin freut sich zwar, macht aber klar, dass noch harte Arbeit vor der Mannschaft liegt: “Wir sind auf dem richtigen Weg. Als Befreiungsschlag kann man Carlos Podestplatz allerdings nicht bezeichnen.” Dennoch darf Inglin mit der Teamleistung seiner Schützlinge zufrieden sein. Mit dem achten Platz von Marc Berthod und Sandro Viletta als Neunter darf am Samstag auf eine erfolgreiche Abfahrt aus Schweizer Sicht gehofft werden.