Kultur | 17.12.2012

Youropixel – Foto-Camp von YoungCaritas im Kosovo

Text von Fabienne Gsponer | Bilder von Fabienne Gsponer
Was verbindet Jugendliche aus ganz Europa? YoungCaritas ging dieser Frage nach und zeigt nun in einer Fotoausstellung, was junge Menschen für Ansichten haben.
Die Bilder zeigen Momente aus dem Leben in Prizren - Kosovo. Das linke Bild zeigt Teilnehmer des Foto-Camps an einem der beliebten Aufenthaltsplätze. Rechts ein Foto zum Thema Verlust.
Bild: Fabienne Gsponer

30 Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern sind nach Prizren (Kosovo) gereist, um gemeinsam ein Projekt zu realisieren. Organisiert wurde der interkulturelle Austausch in einer Zusammenarbeit zwischen youngCaritas Schweiz, Italien und Österreich. Jugendliche sollten sich in einem Camp mit dem Thema interkulturelles Verständnis, ihrem Bild von Europa und den Erfahrungen im Austausch mit anderen auseinandersetzen. Während  einem zweiwöchigen Aufenthalt im Kosovo lernten sie sich gegenseitig kennen und diskutierten über ihre Ansichten und Erfahrungen, während sie an verschiedenen Workshops teilnahmen. Im Zentrum stand die Frage, was uns in Europa lebende Personen miteinander verbindet, wenn schliesslich alle Vorurteile weggefallen sind. Zu sehen ist dies nun in einer Fotoausstellung unter dem Titel “Youropixel – Kuhschweizer, Spaghettifresser, Hinterwäldler – was übrig bleibt, wenn du deine Vorurteile loswirst” in der Sentimatt, Luzern.

 

Wir alle haben Ängste und Träume.

Jede Fotografie wird von einem Text begleitet. Ein Bild zeigt eine Frau, auf dem Boden kniend, ihr Kopf ist vorüber gebeugt und liegt auf den Händen. Das Thema des Bildes ist Verlust. Der Text dazu sagt: Wir alle haben Angst davor, jemanden zu verlieren, den wir lieben. Die Aussage verdeutlicht dabei, dass es keine Rolle spielt, woher wir kommen. Solche Gefühle können wir alle miteinander teilen.

 

Reaching – Arritja – Streben – Aspirer à  quelque chose – Raggiungere

“Wir alle haben Wünsche, Träume und Ziele. Mit unseren eigenen Händen gestalten wir unsere eigene Zukunft, indem wir nach Unabhängigkeit, Zufriedenheit und Akteptanz greifen.” Die Begleittexte zu den Bildern sind in mehrere Sprachen übersetzt worden. Es handelt sich um die sechs Sprachen aus den Herkunftsländern der verschiedenen Teilnehmer. Im Blog, der von der Reise berichtet, erzählen sie, dass es keine leichte Aufgabe war, die einzelnen Texte zu übersetzen. Obwohl die Sprache manchmal eine Grenze bildet, haben die Jugendlichen dennoch gezeigt, dass es Dinge gibt, bei denen es möglich wird, an ein grösseres Ganzes zu denken.

 

Hoffnung

Eine davon ist die Hoffnung eine hellere Zukunft zu haben. Auf einem Bild sieht man ein altes Fenster, durch das Licht hineinflutet. Dahinter steht eine Person und blickt hinaus. Sie zeigt mit dem Finger in die Ferne. Dieses Foto wurde in einem Schulgebäude aufgenommen, welches durch einen Krieg zerstört wurde. Dabei verlor die Jugend ihre Chance auf Bildung. Zurück bleibt einzig die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

 

Wir alle gehen unseren Lebensweg, der voll mit Begegnungen ist

Allen gemeinsam sind nicht nur Gefühle wie Hoffnung und Angst oder das Träumen, sondern auch die Begegnung. Durch die vielen Möglichkeiten, die wir heute haben, begegnen wir Menschen von anderem kulturellen Hintergrund weit öfter, als es früher der Fall war. Dies ist eine Chance, gemeinsam eine Zukunft gestalten zu können. Unter einem Foto steht: Manchmal gehen wir ein Stück gemeinsam und manchmal entscheiden wir uns sogar, unser Ziel zusammen zu erreichen.

 

 

Informationen


Die Fotoausstellung wandert derzeit durch verschiedene europäische Städte und Schulen. Zu sehen war sie bisher in Basel und Luzern. Informationen darüber, wo sie als nächstes stattfinden wird, gibts auf dem Youropixel-Blog. (www.youropixel.wordpress.com)

 

 

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