Gesellschaft | 21.11.2012

Gegen das Sparen

Text von Diana Berdnik | Bilder von Benjamin Schlegel
Am letzten Donnerstag gingen fast 5000 Staatsangestellte in St. Gallen auf die Strasse, davon etwa 250 Polizisten. Sie demonstrierten gegen die vom Kantonsrat geforderte Lohnkürzung von 1.5 Prozent. Doch was die Menschen tatsächlich empört, sind die angeblichen Steuergeschenke für grosse Firmen und Reiche.
  • Am letzten Donnerstag gingen fast 5000 Staatsangestellte in St. Gallen auf die Strasse, davon etwa 250 Polizisten.

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  • Auch im Arbeitstenue traten sie auf.

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  • Es gelang den Anwesenden ein Zeichen zu setzen - einerseits durch ihre Anwesenheit, andererseits auch durch ihre Botschaften.

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  • Die gelben Ballone standen symbolisch für die Anliegen der Anwesenden.

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  • Für viele Demonstrierende war es die erste Demo-Erfahrung.

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  • Die St. Galler Innenstadt bebte förmlich.

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  • Unter die Demo in St. Gallen mischten sich auch Polizisten.

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  • Die Botschaft der Demonstrierenden ist klar.

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Kurz vor 17.00 Uhr treffen sich zum Eindunkeln unzählige Menschen und marschieren mit erhobenen Plakaten und zum Teil verkleidet durch die St. Galler Innenstadt. Sie protestieren gegen die Schliessung von Fachmittelschulen, Lohnkürzungen und Stellenstopps. Friedlich verläuft die Demonstration, und das liegt nicht an der hohen Präsenz der Polizei. Denn die Angehörigen des Corps sind an diesem Tag als Demonstrierende anwesend und plädieren für die Sicherheit jedes einzelnen. Der Leistungsdruck steige und die Unterstützung durch mehr Einsatzkräfte fehle. Ständerat Paul Rechsteiner spricht vor der versammelten Menge auf dem Marktplatz und erklärt, dass nicht die Ausgaben schuld an den roten Zahlen des Kantons sind, sondern die fehlenden Steuereinnahmen.

Kantonsparlamentarier und Poetryslamer Etrit Hasler fasst die Reden verschiedener Berufsverbandsvorsitzender überspitzt zusammen. Zum Abschluss werden zahlreiche gelbe Propagandaballone in die Lüfte gelassen – in der Hoffnung, dass sie die Botschaft der Anwesenden in den ganzen Kanton tragen werden. Als Mahnmal für die Stadt bleiben wenige Ballone in den Zacken der Weihnachtsbeleuchtung hängen. Ob sie einen Einfluss auf die Entscheide der Regierung haben, wird sich zeigen.