07.10.2012

Von Nah und Fern

Taucht man am Shnit in die Menschenmenge ein, kann man die verschiedensten Sprachen hören. Welche Leute besuchen das Shnit eigentlich? Und warum? Und wollen sie wiederkommen?
Anna aus Bayern lobt das Berner Publikum. Peter aus Bern: "Nur der Regen drückt auf die Stimmung." Claude aus Bern mag die gemütliche Stimmung. Amir aus Bern würde gerne länger Kurzfilme sehen. Mohammed aus Kairo geniesst die kleine Stadt.
Bild: Kaspar Rechsteiner

Anna aus Bayern

Eigentlich studiere ich Multimedia-Art in Salzburg, mache aber im Moment ein Praktikum hier in Bern. Es ist ein sehr angenehmer Zufall, dass gerade das Shnit stattfindet. Das macht die Arbeit noch etwas spannender. Die Atmosphäre ist äusserst angenehm, die Leute hier sind “cool”. Es ist eine ganz eigene Kunst, eine Stimmung so konzentriert in wenigen Minuten zu erschaffen. Leider ist alles ein bisschen teuer – aber das liegt wohl nicht am Festival selbst. Wenn irgendwie möglich werde ich wiederkommen.

 

Peter aus Bern

Ich bin Elektriker hier im Progr. Seit das Shnit im Progr gastiert, bin ich hinter den Kulissen mit dabei. Es gefällt mir gut, wenn es auch chaotisch zu und her gehen kann. Es ist eine wirklich gute Sache. Ab und an gab es Probleme mit dem Einlass, da der Andrang zu gross war. Leute mit Tages- oder Festivalpässen kamen nicht mehr hinein, weil zu viele Einzeleintritte verkauft wurden. Dieses Jahr scheint dies aber nicht mehr so ein Problem zu sein. Bisher ist alles friedlich, ausser dem Regen drückt nichts auf die Stimmung. Und die Currywurst ist einmal mehr ausgezeichnet.

 

Claude aus Bern

Eine Kollegin hat vor ein paar Jahren mal einen Film am Shnit zeigen können, von daher kenne ich das Festival aus früheren Jahren. Mir ist noch nichts Negatives aufgefallen. Im Gegenteil, ich finde es einen guten Event. Ausserdem ist es sehr gemütlich, die ganze Stimmung unter den Leuten und in den Bars. Dieses Jahr habe ich mir noch nichts angeschaut, aber das wird sich sicherlich noch ändern.

 

Amir aus Bern und Kairo und Mohammed aus Kairo

Amir: Vor zwei Jahren half ich am Shnit, und komme deshalb auch immer wieder. Ich bin ein Freund vom Format Kurzfilm. Ein Kurzfilm zeigt mehr Emotionen in einer kürzeren Zeitspanne, es ist alles dichter. Auch das Wechselspiel von nur drei bis fünf Personen mag ich sehr. Schade ist es, das nach Mitternacht alles sehr schnell zu Ende ist und das Festival nur fünf Tage dauert – es könnte doppelt so lang sein. Zumindest am Wochenende könnten länger Filme gezeigt werden.

Mohammed: Ich bin Musiker und erst von vier Tagen hier angekommen. Bern ist klein und packend. Deshalb kann ich hier sehr gut entspannen. Ich bin es mir aus Kairo ganz anderes gewöhnt.

 

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