Gesellschaft | 24.10.2012

Apprendre la langue avec plaisir

Text von Laura Oderbolz | Bilder von Laura Oderbolz
Andere Länder, andere Sitten. Ich durfte das im westlichen Nachbarsland auf tolle Weise kennen lernen. Vier Wochen weg von zu Hause um die Französisch Kenntnisse zu verbessern und natürlich um Neues zu erleben. Ein Erfahrungsbericht aus dem Sprachaufenthalt an der Westküste Frankreichs, im wunderschönen Biarritz.
Das Meer in Biarritz ist beliebt bei Badegästen ... ... und Surfern. Natürlich gehört zu jedem Sprachaufenthalt auch die Party ... ... bis in die frühen Morgenstunden.
Bild: Laura Oderbolz

Französisch ist ein Fach, welches bei vielen Jugendlichen auf der Hitliste der Lieblings-Schulfächer laut Umfragen im Freundeskreis eher die unteren Plätze belegt. Ist die obligatorische Schulzeit vorbei, werden Fremdsprachen leider nicht mehr bei allen erweitert und vertieft. Schwierige Grammatik, schlechte Erinnerungen an die Lehrer oder einfach “kein Bock”. Tatsache ist jedoch, dass man die französische Sprache immer mehr braucht. Es gibt schöne Wege an ein Diplom zu gelangen, doch geschenkt werden einem diese nicht.

 

Ein Sprachaufenthalt, wo immer auch, kann, wie zum Beispiel in Frankreich, die Einstellung zur Sprache positiv ändern. Man lernt so nicht einfach nur die Sprache, sondern das “savoir vivre”, den Charme, die Eleganz und vor allem die Vielfalt eines Landes lieben.

 

La vie en France

Die Idee einen Sprachaufenthalt zu machen hatte ich schon lange. Ich machte mir Gedanken, hörte mich um und liess mich von Fachleuten beraten. Es gab viele Orte und namhafte Schulen überall in Frankreich. Meine Entscheidung fiel auf Biarritz. Die kleine Stadt an der wilden und eindrücklichen Atlantikküste wurde mir empfohlen und ich merkte bald nach der Ankunft, dass es die richtige Entscheidung war.

 

Vier Wochen weg von zu Hause, andere Leute, eine neue Umgebung. Meine Gastfamilie wohnte in einem kleinen Quartier in der Nähe des Zentrums von Biarritz. Ich fühlte mich sehr schnell wohl bei ihnen. Gastbruder Romain sowie Gastschwester Mathilde waren in meinem Alter, davon profitierte ich sehr.

 

Neben dem Alltag in der Gastfamilie hatte ich, strukturiert, spannend und fördernd, meine täglichen Unterrichtslektionen. Die Schule befand sich im Zentrum. In der Klasse kam jedoch das erste Stück Heimat zum Vorschein. Wie ich vermutet hatte gab es eine grosse Anzahl Schweizer Studenten.  Aus Respekt gegenüber Mitschülern aus anderen Ländern und auch gegenüber den Lehrern wurde jedoch während den Lektionen weder Schweizerdeutsch noch eine andere Fremdsprache gesprochen.

 

Schulalltag mal anders

Die Sprachschule Escapade in Biarritz ist eine kleine und sehr familiäre Schule. Nach der Sommersaison gibt es es in Biarritz weniger Schüler, das heisst es gibt kleinere Niveau-Klassen und man kann so vom Unterricht mehr profitieren.. Man verstand sich schnell, auch wenn man mit den anfänglichen sprachlichen Schwierigkeiten ein wenig Mühe hatte. Nach kurzer Zeit legte sich das. Der Unterricht wurde nicht nur von den Lehrern gestaltet, sondern auch mit den Schülern gemeinsam. Neben dem erweitern der grammatikalischen Kenntnisse gab es den Ausgleich mit Spielen und Diskussionen. Unsere Lehrer verhielten sich auf kollegialer Basis mit uns. Man duzte sich, hatte einen lockeren Umgang, aber alles mit dem nötigen Respekt.

 

Sonne, Strand und beaucoup des fêtes

Das Meer war ein grosser Anziehungspunkt. Was nach der offiziellen Sommersaison bleibt sind dank der Spanischen Hitze die warmen Temperaturen. Biarritz ist ein Surferparadies. Jedes Jahr verbringen hier Surfer aus aller Welt ihren Sommer. Hohe Wellen und ein wilder Ozean, das gefällt den waghalsigen Sportlern. Doch es ist grosse Vorsicht angesagt. Schon vielen wurde das unberechenbare Meer zum tödlichen Verhängnis.

 

Neben dem Entspannen am Strand war das Nachtleben in Biarritz natürlich ein Muss für alle Partyfreudigen. Laute Musik, viele tanzlustige Leute und das gemütliche Ambiente, bis in die frühen Morgenstunden.