Kultur | 25.09.2012

Neue Krimiserie: “Der Bestatter”

Text von Michael Küng
Am 8. Januar startet die neue Krimiserie von SRF "Der Bestatter". Tink war beim ersten Drehtag in Aarau vor Ort.
Hauptdarstellern Mike Müller und Barbara Terpoorten am ersten Drehtag

Vor dem Kommissariat in Aarau, der örtlichen Polizei, werden Szenen gedreht, die für zwei unterschiedliche Folgen der neuen Serie «der Bestatter« gebraucht werden, mit der SRF die Eigenproduktion wiederbeleben möchte. Dies soll mit dem ernsthaften Krimi mit schwarzem Humor der Autoren Hartmut Block und Dave Tucker nun geschehen. Mike Müller “Luc” spielt darin die Hauptrolle als unkonventioneller Bestatter. Seine Ex-Freundin “Anna Maria”, gespielt von Barbara Terpooten, ist eine engagierte Polizistin.

 

Jede Szene wird mit derselben Kamera gedreht

Mit hoher Professionalität geht das Filmteam vor. Jede Szene wird mehrmals mit derselben Kamera gedreht. Das Drehen in dieser Art erfordert, dass die Kamera immer wieder auf eine andere Position gestellt wird und die Szene somit aus einer anderen Perspektive zeigt. Anders als bei Live-Produktionen wird der Schnitt nicht direkt vor Ort gemacht – die verschiedenen Aufnahmen werden erst in der Postproduktion zusammen geführt. Mit zwei Kameras zu drehen, wäre aufwändiger und sie könnten sich gegenseitig im Wege stehen. Wer sich grosse Sets und abgesperrte Strassen vorstellt, liegt bei dieser Produktion falsch. Im Gegenteil, die Tatsache, dass nur mit einer Kamera gedreht wird, macht das Filmteam wendiger und flexibler. Ab und zu bleiben Passanten stehen, die ohne Hektik vom Produktionsteam weggeschickt werden.

 

Alle Szenen, die gedreht wurden, werden in der endgültigen Fassung nur wenige Minuten Film darstellen. Wie Zum Beispiel die Verfolgungsjagd einer verdächtigen Russin, die im Hinterhof des Kommissariats endet. Diese Szene erfordert auch Einsatz vom Kameramann, denn er muss mit der Kamera mitrennen. Die Schauspielerin Olga Dinnikova “Dalia” verletzte sich den Fuss bei ihrem vollen Einsatz.

 

“Heimspiel” für den Regisseur

Der Regisseur Markus Fischer freut sich, im Aargau drehen zu können, für ihn als Aargauer sei es speziell. Die Stadt Aarau wurde nicht wegen besonderen Merkmalen ausgewählt, sondern eher aus dem gegenteiligen Grund, es sei einfacher dort zu drehen, da man weniger auf die Wahrzeichen achten muss als in anderen Städten. Markus Fischer ist auch froh, nach der erfolgreichen Hunkeler Reihe, nun mit der neuen Serie am Dienstagabend auf SF 1 eigenproduzierte Krimis zu etablieren.

 

Tink.ch sprach mit den Hauptdarstellern Mike Müller und Barbara Terpoorten. Mike Müller ist die Thematik der Serie nicht fremd, da er als Totengräber gearbeitet hat.  “Das ist aber auf keinen Fall miteinader vergleichbar”, so Müller.. Die intensive Aufnahmezeit sei für ihn kein Problem, da er schon immer an verschiedenen Filmen beteiligt gewesen sei..

 

Barbara Terpooten bereitete sich auf die Rolle der Polizistin mit intensivem Studium anderer Krimis vor. Sie betonte, dass der Alltag einer Polizistin nicht zu vergleichen sei mit der Rolle im Film. “Wir haben viel weniger Büro Kram zu erledigen”, meinte sie lachend.

 

Die Rahmenbedingungen für eine gute Produktion stimmten zwar –  angesichts des kurzen Einblicks ist es aber nicht möglich, Rückschlüsse auf die Handlung und die Qualität der Serie zu machen. Somit bleiben viele Fragen offen, bis die erste Folge am 8. Januar 2013 ausgestrahlt wird.