Kultur | 08.08.2012

Man verbinde: Reise, Tanz, Fremdsprache…

Text von Laura Oderbolz | Bilder von Carina Arnold
Die Olympischen Spiele 2012 sind im vollen Gange. Unmittelbar vor diesem grossen Ereignis besuchten Melinda (19) und Carina Arnold (18) aus Schattdorf, sowie Anna Rechsteiner (18), aus Altdorf für zwei Wochen eine Tanzschule im Herzen Londons. Die Trinity Laban Danceschool.
An der Schule gibt es Teilnehmer aus über 25 verschiedenen Ländern. Der Aufenthalt in der Tanzschule richtet sich an Bewegungsfreudige ab dem 16. Altersjahr, die bereit sind den Tanzunterricht in einer anderen Sprache zu erleben.
Bild: Carina Arnold

Sommer bedeutet für viele Jugendliche auch Ferienzeit. Die einen zieht es in den Süden, andere nutzen diese Zeit mit einem Ferienjob um ihr Sackgeld aufzubessern und wiederum andere wollen etwas Neues lernen. Die drei Studentinnen haben ihr geliebtes Hobby mit einem Sprachaufenthalt in London verbunden. Die Trinity Laban Tanzschule in London gehört zu den führenden Tanzschulen in Europa. Sie bietet neben den Tanzstudien im Sommer jeweils für zwei Wochen spezielle Tanzkurse für angefressene Rhythmusliebhaber an. Während dieser Zeit können sich die Teilnehmer den Stundenplan selber zusammenstellen und an verschiedenen Angeboten teilnehmen. Die Auswahl ist gross, vielfältig und natürlich bewegungsorientiert.

 

Der Unterricht in englischer Sprache

An der Schule gibt es Teilnehmer aus über 25 verschiedenen Ländern. Tanzfreudige aus Mexico bis Asien reisen nach London. Die meisten sind Leute, die nicht aus englischen Gegenden stammen. Neben den drei Urnerinnen sind auch andere Schweizerinnen und Schweizer vor Ort – unter anderem eine Lehrerin aus Basel. Die Tanzschule bietet für die Auslandschüler eine Unterkunft mit mehreren Einzelzimmern an. Kostengünstiger für die drei Mädchen war jedoch ein kleines Hotel in der Stadtmitte.

 

Melinda, Carina und Anna sprechen alle ein wenig Englisch, jedoch stellte der Tanzunterricht in englischer Sprache am Anfang eine grosse Herausforderung dar: “Für das Tanzen braucht man natürlich ein spezielles Vokabular. Das war anfänglich etwas schwierig, doch wir lernten schnell dazu”, so Melinda im Rückblick. Neben dem tänzerischen Unterricht fanden die Teilnehmenden in Yoga oder Pilates den perfekten Ausgleich. Carina etwa stellte dadurch eine deutliche Verbesserung des Körpergefühls fest.

 

London we love you

Neben den vier Tanzlektionen zu 90 Minuten pro Tag, haben die Studentinnen ihre freie Zeit genossen. An den Wochenenden wurde dann der fehlende Schlaf der Woche nachgeholt. Denn der tägliche Weg zur Schule, vor allem jedoch der Unterricht ist an der Trinity Laban Tanzschule sehr streng. Das Erkunden der Stadt, und natürlich auch das Shoppen in der Modemetropole sollen auch nicht zu kurz kommen. London hat seinen Charme und vor allem seine kleinen englischen Cupcakes-Shops, wie auch die günstigen Angebote der bereits vergangenen Sommerkollektion in den Modeboutiquen, an denen die drei Mädels natürlich nicht einfach nur vorbeischlendern konnten. Und ab und zu den Tag gemütlich im Pub ausklingen lassen, gehört in London einfach dazu.

 

Ganz nahe an Olympia dran

Dieser Aufenthalt in London war anders als ein gewöhnlicher Städtetrip. “Da wir wie Pendler jeden Tag mit der U-Bahn zur Schule fuhren, kriegte man vieles mit, was man gewöhnlich als Tourist nicht wirklich wahrnimmt”, berichtet Carina. Während die einen den Rummel um Olympia in den Zeitungen und im Fernsehen mitverfolgen, waren die drei Urnerinnen mitten drin. Bevor der Startschuss für Olympia 2012 fiel, vergrösserte sich die Menschenmasse enorm. “Es wurde immer enger in der U-Bahn und überall standen viele Polizisten”, erzählt Anna.

 

Die zwei erlebnisreichen und vor allem bewegungsreichen Wochen werden die drei Mädchen so schnell nicht vergessen. Da sind sich Melinda, Anna und Carina einig. Neben den harten Trainingsstunden, war das Erkunden der Stadt der ideale Ausgleich. Der Aufenthalt an der Tanzschule richtet sich an Bewegungsfreudige ab dem 16. Altersjahr, die bereit sind den Tanzunterricht in einer anderen Sprache zu erleben.