Kultur | 08.08.2012

Ein Achtzylinder vollgetankt mit Punkrock

Text von Julian Stiefel | Bilder von zvg
Sieben Jahre ist es her seit der letzten Headline-Show in der Schweiz. Nun kann die "grosse Leinwand" endlich wieder ausgerollt werden: Am Mittwoch, 29. August, tritt die amerikanische Punkrockband Social Distortion im komplex457 auf. Mit dem im letzten Jahr veröffentlichten Album "Hard Times And Nursery Rhymes" schafft es Sänger Mike Ness die bleischweren Blues und Rock 'n' Roll Songs zum Schweben zu bringen.
Mike Ness gründete die Band im Jahr 1979.
Bild: zvg

In der 33-jährigen Bandgeschichte hat das Quartett aus Orange County kaum mehr als eine Hand voll Konzerte in der Schweiz gespielt, wie es in der Mitteilung vom Veranstalter abart heisst. Die Schweizer Fans dürften sich deshalb besonders auf Ende Monat freuen. Am 29. August erscheinen die legendären amerikanischen Punkrocker um Frontsänger Mike Ness zu ihrem einzigen diesjährigen Konzert in der Schweiz. Ins komplex457 bringen sie alle ihre Hits mit. Punkige Unterstützung erhält Social Distortion an diesem Abend von den Amerikanern Me First And The Gimme Gimmes. Auch The Peacocks aus Winterthur treten an diesem Abend unter dem hellen Stern von Social Distortion auf. Tickets gibt’s bei Starticket.

 

Sich im Musikbussiness bewähren

Der einzigartige Mix aus Punk, Blues, Country und Rock ’n‘ Roll sei das Merkmal der „Punk Godfathers“, schreibt die Band auf ihrer Homepage. Mike Ness gilt gar als unverwechselbare Stilikone. So seien nun schon drei Jahrzehnte – die Band wurde 1979 vom damals 17-jährigen Ness gegründet – ihren eigenen Regeln und Bestimmungen treu geblieben und ihr Einfluss auf die Musikbranche sei dadurch nur gewachsen. „Wir wurden von Bruce Springsteen auf die Bühne gebracht, weil er einen unserer Songs spielen wollte.“

 

Schwermütig und doch schwebend

Das aktuelle Album Hard Times And Nursery Rhymes war das erste der Band seit 2004. Die längere Pause seit der vorletzten Albumproduktion habe aber die Musik nicht gross verändert. Sie sei immer noch ein V8-Motor, vollgetankt mit Punkrock, schreibt der Veranstalter. Die Songs würden dabei wie dieser alte Ami-Schlitten über die Strasse schweben und erzählen Geschichten, die sonst höchstens auf die zerschlissene Leinwand eines staubigen Autokinos passen würden.