Kultur | 04.07.2012

Stimmen aus dem Sittertobel

Text von Julian Stiefel | Bilder von Julian Stiefel
Heisses Wetter, tolle Musik und freundliche Leute: Das 36. Openair St. Gallen kommt bei seinen Besuchern gut an. Auf und neben der Bühne gibt es für jede und jeden Highlights. Viele sprechen von einem gut organisierten Openair, an dem es kaum etwas zu kritisieren gibt. Das Wetter ist vielen fast zu heiss.
Dave Maric: "Mumford & Sons sind das musikalische Highlight." Andreas Zoller: Es braucht mehr Ventilatoren. Aline Müller: "Gekommen sind wir wegem dem Line-up." Simone Sutter und Melanie Dürst: Vor allem beim Schnitzelbrotstand muss man viel zu lange anstehen. Mirza Prentic: "Ich freue mich vor allem auf Gossip." Mira Rohner: "Ich brauche Luft, Eiswürfel und viel Wasser.
Bild: Julian Stiefel

Dave Maric, 26, Student, St. Gallen

Die Stimmung hier ist sehr eigen. Das ist schwer zu beschreiben, weil ich das erste Mal hier bin. Ich bin aber positiv überrascht. Es ist interessant und das Konzept stimmt einfach. Obwohl ich vor allem wegen den Leuten ins Sittertobel gekommen bin, habe ich auch ein musikalisches Highlight, nämlich Mumford & Sons. Sie spielen am Sonntagabend als letzte Band.

 

Andreas Zoller, 20, Student, St.Margrethen

Es wäre super, wenn es nicht so heiss wäre. Die Organisatoren sollten wirklich mehr Schattenplätze oder Ventilatoren zur Verfügung stellen. So bin ich immer froh, wenn es endlich Nacht ist und wir feiern können. Aber etwas Gutes hat es ja schon: Die Frauen haben fast nichts an. Von der Musik her ist das Openair St. Gallen aber perfekt. Es sind sehr viele Sparten abgedeckt. Ich habe mich vor allem auf Paul Kalkbrenner gefreut. Das Konzert war aber enttäuschend. Obwohl die Musik gut war, kam nicht richtig Stimmung auf.

 

Aline Müller, 18, Schülerin, Solothurn

Erwartungen hatte ich vorher keine, da ich zum ersten Mal am St. Galler Openair bin. Es ist aber sehr cool hier und gibt kaum etwas zu kritisieren. Auch die Tage hier sind sehr abwechslungsreich. Nur das Wetter ist viel zu anstrengend. Ich trinke darum immer viel Wasser. Gekommen sind wir wegen dem Line-Up. Jeder der Musiker ist einfach gut, ich habe keine Favoriten.

 

Simone Sutter, 16, Fachfrau Kinderbetreuung, Staad und Melanie Dürst, 16, KV, Thal

Wir sind beide zum ersten Mal hier. St.Gallen ist einfach toll. Gründe hierher zu kommen waren das Line-Up und die Kollegen. Leider konnten wir am Freitag noch nicht freimachen und sind darum erst am Samstag angekommen. Unser musikalisches Highlight, Ed Sheeran, wäre am Freitag gewesen. Am Tag laufen wir sehr viel und es ist viel zu heiss. Dazu muss man unter den vielen Besuchern halt immer seine Kolleginnen und Kollegen suchen. Gut, dass es die Sitter zum Baden gibt. Etwas mühsam ist das Anstehen beim Essen, etwa jetzt beim Schnitzelbrot-Stand. Wir sind recht oft am essen. Aber es ist etwas teuer.

 

Mirza Prentic, 20, Detailhandelsfachmann, St. Gallen

Mir gefällt das Openair St. Gallen sehr gut. Es hat viele verschiedene Leute und alle sind tolerant. Die Organisatoren haben eigentlich gute Arbeit geleistet. Das Angebot ist vielfältig und es treten viele Stars auf. Auch die Shuttle-Busse funktionieren gut. Ich bin nun seit Donnerstagabend hier und musste nicht sehr lange anstehen. Es hat mir aber fast schon zu viele Leute. Darum zelte ich auch nicht hier. Man möchte ja einen schönen Platz, aber es ist einfach zu eng. Ich freue mich vor allem auf Gossip. Die Frontfrau ist echt gut. Aber auch Die Toten Hosen werden eine geile Bühnenshow liefern.

 

Mira Rohner, 16, Schülerin, Altstätten

Ich brauche Luft, Eiswürfel und viel Wasser. Es ist einfach viel zu heiss. Darum stinkt es manchmal auch. Trotzdem ist es cool und die Stimmung sehr friedlich. Alle sind einfach gut gelaunt. Das ist klar bei so guter Musik. Besonders freue ich mich auf Die Toten Hosen. Ich muss mich jetzt aber mal hinsetzen. Das Stehen macht müde.