Paolo Nutini am Blue Balls

Er kann trotz seinem schottischen Akzent seine italienischen Wurzeln nicht verbergen. Alleine der Name weißt auf seine Herkunft hin. Paolo Giovanni Nutini, wie er richtig heisst, ist in der schottischen Stadt Paisley aufgewachsen. Nachdem er vor drei Jahren noch als Voract von Duffy in Locarno auftrat, war er im letzten Jahr bereits eines der Highlights am Montreux Jazz Festivals. Seine kleine, aber eindrückliche Schweizer-Tournee startete er in diesem Jahr am Openair St. Gallen. Letzte Woche war er nun am bereits über die Landesgrenzen hinaus bekannten Blue Balls Festival in Luzern zu Gast.

 

Das bald legendäre Festival feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Es ist immer ein bedeutender Anlass mit viel Glamour. Während mehr als einer Woche verwandelt sich das Luzerner Seebecken zu einem Treffen Internationaler Newcomer. Neben den zahlreichen Konzerte im KKL gibt es verschiedene Auftritte junger Künstler am See.

 

Südländisches Temperament aus dem Norden

Lianne La Havas aus London hatte die grosse Chance als Voract von Paolo Nutini aufzutreten. Die Engländerin mit griechischer sowie jamaikanischer Abstammung stand mit ihren knallpinken High Heels stilsicher auf der Bühne. Sie sang Lieder aus der Zeit einer verflossenen Liebe und verzauberte das Publikum mit ihrer sehr femininen Art.

 

Paolo Nutini setzte von Anfang an auf seinen südländischen Charme und sang sich so in die Herzen des Publikums. In Trainerjacke und ausgewaschenen Hosen stand er lässig auf der Bühne. Mit seiner stimmungsvollen Ballade “Candy” setzte er den Luzerner Saal in eine wunderbare, tanzfreudige Atmosphäre. Das Gefühl, Nutini hätte zuvor ein paar Gläser Whisky getrunken und ein paar Zigarren geraucht, liess den Zuschauer bei seinem Auftritt nicht los. Der Schotte performte seine Lieder mit seiner rauen Stimme und den Haaren im Gesicht. Er überzeugte das Publikum mit seiner lässigen Art.

 

Ohne neue Schuhe dafür mit viel Gefühl

Der Schotte versuchte an diesem Abend alles. Er hatte eine Band, die an ein kleines Orchester erinnerte. Von einem Schlagzeuger bis hin zu den Trompetern, es fehlte an nichts. Ob mit oder ohne Band, Nutini wusste auf jede Weise das Publikum zu begeistern. Man bemerkte, wie unterschiedlich die Künstler sind, von denen er sich bei seinen Songs beeinflussen lässt. Man erkannte in seinen Liedern die gemütliche Lagerfeuerstimmung eines Jack Johnson, das Rockige von Joe Cocker sowie das Ausgefallene und Unvergängliche von den Beatles. Während er bei “Jenny don’t be hasty” alles gab und seine Stimme keineswegs schonte, versuchte er ein Solo ohne Begleitung der Band mit “Loving you” auf die feine, leise Art.

Bis am Schluss hoffte das Publikum  vergeblich auf den Song “New Shoes”. Diesen Hit bekam das Publikum zwar nicht zu hören, dennoch entfachte sich das Feuer mit seiner Coverversion “Time to pretend” von MGMT. Alles in allem ein toller Abend.

Schwing das Tanzbein

Ich habe grosse Pläne. Die ganze Nacht soll durchgetanzt werden. Also packe ich meinen Rucksack und mache mich auf ins Sittertobel, wo wie jedes Jahr das St. Galler Open Air stattfindet. Es ist Samstag und gefühlte 35 Grad, doch die Stimmung ist bestens. Mit viel Flüssigkeit bereite ich mich auf die bevorstehenden Anstrengungen vor.

 

Achtung, fertig, tanzen!

Sanft aufgewärmt wird mit Boy, einer gemütlichen Zwei-Frauen-Band. Gleich danach geht mit der Parov Stelar Band eineinhalb Stunden die Post ab, an Stillstand ist nicht zu denken. Ich kämpfe mich weiter durch die verschiedenen Acts und lande nach dem letzten Konzert in der Stars & Stripes Bar, die 24 Stunden offen hat. Meine Begleitung ändert sich immer wieder, jeder braucht eine Pause, geht schlafen, ruht die Füsse aus. Nur ich nicht, denn ich habe ein Ziel. Bis zum Morgengrauen will ich mich bewegen. Also lasse ich Füsse, Beine, Hüfte, Arme und Kopf zu unterschiedlichsten Musikstilen zucken, Stunde für Stunde. Nach einer Weile spüre ich nichts mehr ausser der Einheit von Bass und Herzschlag.

 

Nichts als tanzen

Pausen gibt es nur für den Getränkenachschub. Bleibt man nämlich zu lange stehen, spürt man die schmerzenden Füsse und die allgemeine Erschöpfung. Also bleibe ich nicht stehen, sondern surfe auf dem Hoch des Tanzens weiter bis zur Ekstase. Um mich herum geben sich unzählige andere Menschen der Musik und dem Blinken der Scheinwerfer hin. Ich fühle mich mit ihnen verbunden, wie auch mit den Klängen, der ganzen Welt, den Brettern, auf denen wir tanzen. Für ein paar Stunden ist alles gut und Sorgen wie der bevorstehende Weltuntergang rücken in weiter Ferne.

 

Die Sonne geht auf, die Tanzfläche leert sich, meine Energie schwindet. Meine Füsse sind geschwollen und ich kann mich nur noch knapp bis zum Zelt schleppen – doch in meinem Kopf tanzt es immer noch. Schon lange war ich nicht mehr so erfüllt und von einer Sache eingenommen wie in der vergangenen Nacht. Sich ganz etwas hingeben, nur darauf konzentrieren – eine Lebensqualität, die viele unterschätzen. Probiert es aus, solange die Welt sich noch dreht! Schmerzende Füsse vergehen, die Erinnerung an tolle Nächte wie diese aber nicht.

 

Dieser Artikel ist der siebte aus der Serie “Das Ende ist nah”. Einmal im Monat legt Tink.ch-Autorin Veronika Henschel hier Dinge nahe, die man unbedingt noch tun sollte, bevor die Welt am 21. Dezember (vielleicht) untergeht.

Startschuss im Orange Cinema

Vor ausverkaufter Tribüne und bei gutem Wetter fand vergangenen Donnerstag in Bern die Eröffnung des Orange Cinemas statt. Während einem Monat lädt die grosse Schanze nun auf 1’247 Sitzplätzen wieder zum Filmvergnügen.

 

Von Sao Paulo nach Bern

Das Orange Cinema ist schweizweit das grösste Event seiner Art. Kein anderes Open-Air-Kino lockt seit jeher so viele Besucher – 25-˜000 waren es vergangenes Jahr – auf seine Ränge. Initiiert wurde das Kino 1989 mit einer Erstausgabe in Zürich vom Unternehmen Cinerent, welches bis heute die organisatorischen Aspekte hinter der Veranstaltung betreut. Ein Jahr nach dem ersten Open-Air-Kino konnte man den Tabakriesen Phillip Morris als Hauptsponsor gewinnen und kurz darauf auch erste Kinos in Bern und Basel durchführen.

 

Als sich die Richtlinien in Bezug auf Tabakwerbung verschärften und sich in der Gesellschaft ein Umdenken in Richtung Nichtraucherschutz auftat wurde das Engagement zwischen Philip Morris und Cinerent beendet. Fast wie gerufen liess sich damals der französische Mobilfunkkonzern Orange neu in der Schweiz nieder und wurde so vor 12 Jahren Titelsponsor. Der Medienverantwortliche von Cinerent, Daniel Frischnecht Knörr, zeigt sich über die Zusammenarbeit sehr zufrieden: “Orange ist das Event sehr wichtig, das spüren wir.” Und weiter verrät er uns Kurioses: “Die Leinwand, die wir heute hier in Bern benutzen ist gerade aus Sao Paulo eingetroffen.” Denn Cinerent ist weltweit tätig und organisiert heute Open-Air-Kinos unter anderem in Okinawa, Düsseldorf und Dubai.

 

“Kino liegt uns am Herzen”

Als Eröffnungsfilm des diesjährigen fungiert die kanadische Tragikomödie „Starbuck“. Der Film überzeugt und sorgt für viele Lacher, obwohl er kein Blockbuster ist.  Das diesjährige Programm gibt sich nämlich sehr gemischt, etwa mit der schwarzen Komödie “Carnage”, welche trotz weltbekanntem Regiesseur Roman Polanski eher als Geheimtipp gilt, weiter über den regionalen Klassenschlager “Eine wen iig”, der Film der vom Leben des Berner Stadtoriginals Kari Dällenbach handelt, bis hin zum  Blockbuster “Men in Black 3”. Das europäische Kino findet im Programm auch Erwähnung, denn neben dem spanischen Thriller “La piel que habito” sind auch französische und britische Produktionen vertreten.

Frischknecht Knörr erklärt hierzu: “Das Programm bietet von Blockbuster bis Independent Movie alles. Für uns ist das zwar ein Risiko, aber wir möchten nicht nur die erfolgreichsten Filme des Jahres präsentieren. Uns liegt das Kino am Herzen.” Und so wird es auch anspruchsvolleren Kinogästen und Independent-Film-Liebhabern nicht allzu schwer fallen, eine Filmwahl zu treffen.

 

Als Konkurrenz zu lokalen Kinos sehe man sich nicht, erzählt Frischknecht Knörr: “Wir offerieren den Gästen nicht nur das gewöhnliche Kino – es geht um das Erlebnis. Wir tragen dabei natürlich auch unsere Risiken, wie etwa das Wetter.” Dies sei jedoch nicht immer nur ein negativer Aspekt, erzählt er weiter. Viele Gäste und auch er haben noch im Gedächtnis, wie vor einigen Jahren “Der Sturm” mit George Clooney in der Hauptrolle gezeigt wurde und das Wetter in Bern dieses des Film mit stürmischem Regen widerspiegelte – “Es war ein sehr besonderes Erlebnis”, sagt er dazu.

Seitens der Kinobetreiber hofft man nun für die nächsten Wochen auf gutes Wetter und gefüllte Sitzplätze. Nach der Abschlussvorführung am 26. August reist die Leinwand übrigens weiter – und zwar nach Rio De Janeiro.

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Pura Vida!

An kaum einem anderen Ort kann man feiern so gut mit dem Bereisen atemberaubender Natur verbinden. Die mittelamerikanischen Länder Costa Rica, Panama und Kolumbien eignen sich wunderbar um auf den Putz zu hauen, aber auch zum Surfen und um die Wildnis auszukundschaften.

Ein paar Reisetipps:

Aufpassen sollte jeder, dass er nach dem Cuba Libre an der Strandbar nicht die Sonnencreme vergisst, denn die Sonne ist in Mittelamerika besonders tückisch. Genauso sollte man sich nicht verhaften lassen wegen Nacktbadens, das kann sehr teuer werden. Auch sein Handy und seine Brieftasche sollte man sich nicht gleich am Anfang der Reise klauen lassen. Den wilden Tieren ist zudem immer mit Respekt zu begegnen.

Wenn man diese Anfängerfehler vermeidet, kann man eine tolle Zeit erleben. Oder man begeht dennoch einen dieser Fehler und sagt im landesüblichen Ausruf: “Pura Vida!” – man nimmt’s gelassen. Diese kleine Bildstrecke zeigt den ungewöhnlichen Alltag des Reisenden in Mittelamerika.

Wenn das männliche “Vorbild” gewalttätig ist

Das Berner Frauenhaus bietet von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kindern seit über 30 Jahren Sicherheit und neue Zukunftsperspektiven: “Zu uns kommen Frauen, die regelmässig und zum Teil seit längerer Zeit Opfer von häuslicher Gewalt sind”, sagt Christine Meier, Leiterin des Frauenhauses. Es muss sich dabei nicht unbedingt um körperliche Gewalt handeln, auch psychische, ökonomische und sexuelle Gewalt sind möglich. “Meistens ist es aber eine Mischung aus physischer und psychischer Gewalt”, erklärt Christine Meier.

 

Etwa zwei Drittel der Frauen, die im Berner Frauenhaus Schutz suchen, bringen ihre Kinder mit. Diese reagieren völlig unterschiedlich auf das neue Lebensumfeld, welches sie im Frauenhaus erwartet, weiss Christine Meier. Einige fühlen sich sofort befreit, weil sie wissen, dass sie nun endlich den verdienten Schutz bekommen werden. “Vor allem die Kleinkinder fühlen, wenn es ihrer Mama schlecht geht”, erklärt die Expertin und fügt lächelnd hinzu: “Es ist schön zu sehen, dass auch die Kleinen gelöster sind, wenn es mit ihrer Mutter aufwärts geht.”

 

Stark traumatisiert

Nicht alle verdauen die schrecklichen Geschehnisse der Vergangenheit aber augenblicklich, erklärt die 55-Jährige. Dies hänge vor allem auch davon ab, wie die Kinder und Jugendlichen die häusliche Gewalt wahrgenommen haben. “Einige wurden selbst Opfer der Schläge und Misshandlungen und wissen daher, wie es ist, einem Mann hilflos ausgeliefert zu sein. Andere mussten zuschauen, wie die Mutter gequält oder bedroht wurde.” Es kommt aber durchaus auch vor, dass der Täter stets darauf geschaut hat, dass die Kinder nicht zugegen sind, wenn er Gewalt ausübt. “Die Kinder fühlen in der Regel aber trotzdem, dass etwas zwischen den Familienmitgliedern nicht in Ordnung ist”, glaubt Christine Meier, die das Berner Frauenhaus seit zwei Jahren leitet.

Vor allem Kinder, die geschlagen wurden oder bei den Gewaltausbrüchen zusehen mussten, sind bei ihrer Ankunft im Frauenhaus stark traumatisiert. “Sie stecken in einer richtigen Krise, sind total durcheinander und brauchen länger, um sich an die neue Wohngemeinschaft zu gewöhnen.” Deswegen sei es auch überaus wichtig, dass alle Opfer während der Aufenthaltszeit einen kurzen Moment zur Ruhe kommen können und wissen, dass sie in Geborgenheit sind und unbesorgt sein können. Oftmals schaue man auch, ob zusätzlich eine Therapie nötig ist.

 

Teenager bleiben manchmal beim Vater

Teenager gibt es im Berner Frauenhaus nur wenige, da es diesen schwer fällt, ihr altes Umfeld zurück zu lassen. Sie wissen zwar, dass es ihrer Mutter im Frauenhaus besser gehen wird, aber der Abschied von der Schule und dem Freundeskreis kommt für sie trotzdem nicht in Frage. “Wenn sie selbst vom Familienangehörigen nicht misshandelt wurden, kommt es daher oft vor, dass sie bei ihrem Vater bleiben”, hat Meier beobachtet.

Doch auch die Jugendlichen, die mit ihrer Mutter ins Frauenhaus kommen, haben es am Anfang nicht gerade leicht, da sie mit vielen Regeln konfrontiert werden. “Manche können nicht verstehen, dass sie abends nicht lange weg bleiben dürfen. Wir versuchen ihnen dann klar zu machen, dass es nur zu ihrem Schutz ist”, meint die Expertin dazu.

Die Schützlinge gehen in der Regel nach einer Eingewöhnungszeit wieder zur Schule oder in den Kindergarten. Für jüngere Kinder, deren Mutter arbeitet, gibt es auch die Möglichkeit die Kita, die Krippe oder eine Tagesmutter zu besuchen. Um das Aufeinandertreffen mit dem Täter zu vermeiden, liegen die Standorte meist im Quartier oder zumindest in der Nähe des Frauenhauses.

 

Der Spass kommt nicht zu kurz

Einmal in der Woche, am Mittwochnachmittag, nimmt ein Animator die Kinder mit auf einen Ausflug. “Dabei wird versucht, ihnen ein anderes Männerbild zu vermitteln, als das des gewalttätigen Familienoberhauptes”, erklärt die Leiterin der Institution. Am Freitag kommen zudem zwei Sozialpädagogik-Studentinnen ins Frauenhaus, die für die Kinder ein Freizeitprogramm gestalten.

Einige Sprösslinge besuchen in ihrer Freizeit den Vater. “Wenn wir wissen, dass die Kinder ihren Vater treffen möchten, die Mutter das unterstützt und wir auch sicher sind, dass er gegenüber dem Kind nicht Täter war, ist dies möglich. Jedes Kind hat das Recht, Zeit mit seinem leiblichen Vater zu verbringen”, so Christine Meier. Komplexere Situationen werden über die Vormundschaftsbehörden geregelt und unter Umständen ergibt sich nach einiger Zeit ein begleitetes Besuchsrecht.

Nach der Zeit im Frauenhaus kehrt etwa jede fünfte Frau mit ihren Kindern wieder zu ihrem gewalttätigen Partner zurück. Ob eine Chance besteht, wieder eine gewaltfreie Familie zu gründen und möglicherweise nochmals neu anzufangen, sei in den meisten Fällen unklar. “Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses kennen den Ausgang der Lebensgeschichten meistens nicht”, bedauert Christine Meier. “Wir erfahren nur, wenn es kein Happy-End gab, denn dann kommen die Frauen wieder zu uns zurück.”

 

Platz für 15 Personen


Das Berner Frauenhaus wurde 1980 aufgrund eines Projektes der neuen Frauenbewegung gegründet und richtet sich vor allem an Frauen und Kinder, die Opfer von häuslicher Gewalt sind. Für den Betrieb zuständig ist die Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Zurzeit arbeiten 17 Personen im Frauenhaus, alle Teilzeit. -¨-¨Im Frauenhaus finden sie alle Schutz und Sicherheit, unabhängig von Religion, Herkunft, Aufenthaltsstatus oder finanzieller Situation. Die Mehrzahl der Frauen hat einen Migrationshintergrund, unter den Tätern hat es aber viele Schweizer. -¨-¨Das Haus bietet Platz für sieben Erwachsene und acht Kinder. Die Adresse des Wohnsitzes ist zur Sicherheit der Betroffenen nicht öffentlich bekannt, trotzdem kann man in Not immer die Telefonnummer des Frauenhauses wählen, bei der man dann sofort Unterstützung erhält. Die betreuten Frauen erhalten psychosoziale Unterstützung, rechtliche Informationen und umfassende Beratung zur aktuellen Lebenslage. Das geleitete Zusammenleben gibt Halt und Struktur, was sich bei der Stabilisierung als sehr nützlich herausgestellt hat.

 

Neue Bleibe gesucht

Weil das jetzige Gebäude stark sanierungsbedürftig ist, sucht die Stiftung seit über einem Jahr nach einer neuen Liegenschaft in der Region Bern. Ob es ein früheres Heim oder ein Mehrfamilienhaus sei, spielt keine grosse Rolle, sagt Christine Meier. Nötig seien etwa 20 Zimmer. -¨-¨Damit die Kinder vermehrt ihre belastenden und oft traumatischen Erfahrungen verarbeiten können und die Möglichkeit haben, gewaltfreies Zusammensein zu erleben und zu erlernen, soll ab März ein neues Projekt umgesetzt werden. Die Finanzierung ist dank einer grosszügigen Spende für ein Jahr gesichert.

 

 

Young Reporters


Dieser Artikel entstand als Teil des Jugendjournalismus-Projekts “Young Reporters”. Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren lernen an einem eintägigen Trainingstag die Grundlagen des Journalismus kennen und arbeiten zusammen mit Medienprofis an ihren Artikeln zu Kinderrechten in der Schweiz. Organisiert wird das Projekt vom Hilfswerk Plan International Schweiz. Tink.ch publiziert alle im Projekt entstandenen Texte in einem Dossier. Der Text von Muriel Hunziker erschien erstmals am 24. Februar 2012 in der Berner Zeitung.

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