Kultur | 27.06.2012

Wenn der Bär los ist

Text von Chiara Nauer | Bilder von Chiara Nauer
Zum 29. Mal wird es richtig laut auf dem Berner Hausberg, so dass man es bis runter in die Innenstadt hört. Verwirrte Besucher wuseln durch die Hauptstadt. Und die Berner Nerven werden sich spannen, weil jedes 9er-Tram bis auf den letzten Platz besetzt ist. Zum 29. Mal findet das Gurtenfestival statt.
Der Frontmann der Vaccines ist in seiner eigenen Welt versunken. Die Bühne als Spielplatz der Kaiser Chiefs.
Bild: Chiara Nauer

Grosse Künstler werden erwartet, die hoffentlich schönes Wetter im Handgepäck mitbringen werden. Erwähnenswert sind Persönlichkeiten wie Lenny Kravitz, Norah Jones oder The Roots. Aber auch die Kleineren wie Fritz Kalkbrenner, Bonaparte oder Digitalism dürfen sich sehen lassen. Kein Wunder steht das Gurtenfestival wie fast jedes Jahr kurz vor dem totalen Ausverkauf. Dieses Jahr sollen die Zahlen besonders rekordverdächtig sein.

 

Von Folk zu Pop

Wie das Openair St. Gallen, fand auch das Gurtenfestival erstmals im Jahr 1977 statt. Vom anfänglichen alternativen Folk-Festival entwickelte sich schliesslich eine kommerzielle Konzert-Reihe, die sich seit 2004 über vier Tage erstreckt. Seit 16 Jahren kommen auch Hip-Hop-, Pop- und Blues-Liebhaber auf ihre Kosten.

 

Freudenfest auf dem Zeltplatz

Der Gurten, ein Hügel von 861 Metern, bietet eine wunderbare Aussicht auf Bern und Umgebung. Dazu kommt der Vorzug des Zeltplatzes: Man schläft nicht am Hang, sondern erhält ein Zeltfeld zugewiesen, das in der Regel ziemlich eben ist. Zwischen den einzelnen Zeltfeldern befindet sich eine Bar, die bis tief in die Nacht alte Klassiker rauf und runter spielt. Gegen Langweile ist also vorgesorgt. Auf dem Gurten sollen in diesem Jahr sogar Daft Punk auftreten. Zumindest wenn man den Gerüchten der Hauptstadt Glauben schenkt.

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