Kultur | 13.06.2012

Von W. Nuss bis Gummiboum

Letzten Samstag zerstreuten sich die letzten Gerüchte um "Erika and the Bitterlins" endgültig: Im Kofmehl Solothurn spielte niemand geringeres als Patent Ochsner. Vom alten Klassiker bis zum neuen Album war alles dabei.
Patent Ochsner spielten in Solothurn unter dem Namen "Erika an the Bitterlins". Das Kofmehl war während der drei Nächte gut gefüllt. "Löt nech nüt la gfaue - nie, nie, nie!" - dem Motto blieben Büne Hueber und seine Band treu: Nach dem letzten Konzert reisten sie direkt nach Bern an die "Tanz dich frei"-Demo.
Bild: Kaspar Rechsteiner

Drei Abende in Folge rockten die Berner die ausverkaufte grosse Halle. Mit ihren Evergreens wie „Bäupmoos“ oder „Trybguet“ brachten sie den ganzen Saal zum singen. Oder sie liessen ihn schweigend schwelgen, etwa während Büne Hubers Solo „Blue September“. Kunterbunt – wie gewohnt – die Instrumentierung: Von den klassischen Rockinstrumenten über Cello zum Akkordeon gab es vieles zu hören, wobei gerade diese Vielfalt viel von Patent Ochsners unverkennbarem Stil ausmacht.

 

Schwerstarbeit im Kofmehl

Allerdings wurde nicht nur Althergebrachtes zum Besten gegeben: Angefangen mit „Zucker&Zitrone“ gab die Crew um Büne Huber einen Ausblick auf ihre neue Platte „Johnny“, die Ende Juni erscheint. Die typischen Geschichten von Büne zwischen den Liedern befassten sich auch eher mit den neuen Stücken, wie etwa die Entstehungsgeschichte zu „Gummiboum“.

 

Die Inkognito-Ochsners schonten sich nicht, im Gegenteil: Jeder gab alles. Der Schweiss rann in Bächen auf beiden Seiten der Bühnenkante. Immer wieder kamen lange Solos von einzelnen Bandmitgliedern, denen beinahe exzessiv applaudiert wurden.

 

Ein Überraschungskonzert war nicht genug

Es war eine Zusammenstellung aus altem und neuen Sound, der absolut funktionierte und das Kofmehl Nacht für Nacht zum Toben brachte. Büne Huber blieb seiner Bühnentradition treu und verabschiedete sich mit den Worten: „E schöne Obe zäme, häbet Sorg u löt nech nüt la gfaue – nie, nie, nie!“. Ebenso treu blieb sich die ganze Truppe, denn der Abend nach dem letzten Konzert war noch nicht zu Ende: Gegen drei Uhr morgens folgte der nächste Auftritt. Es war ebenfalls ein Überraschungsauftritt an der „Tanz dich frei 2.0“-Demo in Bern.