Kultur | 18.05.2012

“Wir spielen jetzt nach Metronom”

Wie es der Brauch ist, eröffnete die Siegerband des letztjährigen Nachwuchswettbewerb, Without Problems, die diesjährige Ausgabe des Openair Soundcheck. Sie überzeugten das spärlich erschienene Publikum mit einer Mischung aus Pop, Indie und Rock. Tink.ch sprach mit den fünf Jungs aus Rothenburg (Luzern).
Der Publikumsandrang war noch spärlich. Dennoch vermochten Without Problems als erster Act des Festivals zu überzeugen. Alles im
Bild: Auch Hobbyfotografen sind nach Sempach angereist. Die fünf Jungs aus Rothenburg mögen sich und sind immer für einen Spass zu haben. Mit handgemachter Rockmusik standen die Gewinner des letztjährigen Nachwuchswettbewerbs ziemlich alleine da. Der Abend stand ganz im Zeichen des Reggae. Bilder: Manuel Lopez

Letztes Jahr habt ihr den Nachwuchswettbewerb am Openair Soundcheck gewonnen und dürft nun ein Jahr später wieder hier spielen. Was ist im vergangenen Jahr passiert?

Als erstes erhielten wir Gutscheine für 1’000 Franken und konnten uns damit ein “Inter-Face” (eine Art Mischpult, Anm. d. Red.) leisten, was uns zumindest musikalisch und technisch ein ziemliches Stück weitergebracht hat. Wir spielen jetzt nach Metronom, was unseren Sound professioneller klingen lässt. Weiter lernten wir während dem Wettbewerb auch viele neue Leute kennen, etwa unseren Produzenten.

 

Was hat euch der Wettbewerb in Sempach sonst noch gebracht?

Zuerst müssen wir sagen, dass wir noch an anderen Wettbewerben teilnahmen und nehmen. Wettbewerbe allgemein und das Openair Soundcheck im Speziellen schweissen Bands zusammen. Es gibt viele Bands in unserem Alter, die sich auflösen oder kürzer treten müssen, auch aus beruflichen Gründen. Und wir haben uns das Ziel gesteckt, möglichst viel mit unserer Musik zu erreichen und irgendwann auch gut davon leben zu können.

 

Kann man sagen, dass der Nachwuchswettbewerb den Teamgeist und den Zusammenhalt einer jungen Band fördert?

Auf jeden Fall. Aber nebst dem Bandzusammenhalt, der gefördert wird, gibt es noch viel mehr, was wir jetzt ganz persönlich von diesem Wettbewerb mitnahmen. Der Wettbewerb stärkt das Selbstvertrauen. Als Musiker sucht man ja ständig ein Feedback und das Openair Soundcheck war eine Möglichkeit, dieses Feedback von der Jury zu erhalten und es bestärkte uns auch in dem, was wir tun.

 

Und wie hat sich eure Musik weiterentwickelt? Wie würdet ihr euren Musikstil momentan beschreiben?

Hmm, Pop-Rock. Pop-Rock tönt immer gut. Eigentlich müsste man sagen, dass wir für Popmusik zu alternativ und für Indierock zu poppig sind. Wir versuchen, möglichst viele Leute anzusprechen und unser Ziel ist es auch, von der Musik zu leben und dies funktioniert nur, wenn unsere Musik auch vielen gefällt.

 

Ihr scheint alle gut befreundet zu sein. Wie sieht das bei euch genau aus?

Wir sind alle sehr gute Freunde und für uns ist die Freundschaft auch das A & O, wenn man zusammen Musik macht. Wir waren schon zusammen im Urlaub im Tessin, machten Musik und hatten jede Menge Spass. Natürlich gibt es ab und zu kleine Streitigkeiten, aber wir sind sonst beste Kollegen und mehr mit der Band als mit den Berufskollegen oder der Familie unterwegs. Und an dieser Stelle wollen wir auch noch erwähnen, dass unser Keyborder Beni Single ist und sich über nette Ladies freuen würde.

 

Gibt es etwas, das ihr noch sagen wollt?

Was vielleicht ein bisschen zu kurz gekommen ist, ist der Fakt, dass wir Musik machen, weil es uns gefällt und wir weiterkommen wollen. Bis jetzt hat alles so geklungen, als wollten wir nur berühmt werden. Das wollen wir auch, aber wichtiger ist uns die Musik und dass wir Spass daran haben.