Kultur | 19.05.2012

So vielseitig kann Schweizer Metal sein

Text von Simon Schmidt | Bilder von Manuel Lopez
Als letzte der vier Nachwuchsbands betraten die Aternative-Metalheads von Tickets To Nowhere die Bühne des Openair Soundcheck. Mit klassischem Gesang und verzerrten Gitarren riss die 6-köpfige Band das Publikum in ihren Bann.
Keine Berührungsängste. Tickets To Nowhere gingen am Soundcheck aufs Ganze. Die Leadsängerin ging teilweise etwas unter - auch wegen des mässig abgemischten Tones. Voller Einsatz - Ticket To Nowhere überzeugten aber auch mit Metal-Baladen. Mal anders: Das Outfit erinnert nicht an eine typische Metal-Band. Alternativ eben.
Bild: Manuel Lopez

Trotz einigen Fehlern überzeugte die jüngste der vier Bands auf voller Linie. So setzten die beiden Gitarristen ihre Effektgeräte an passenden Stellen wirkungsvoll ein und brillierten mit blitzgeschwinden, teils einhändigen Solis.

 

Die klassische Stimme der Leadsängerin bestärkte auch die sanften Töne des Metals und beweist, dass nicht immer alles hart und hämmernd sein muss. In Sempach kamen auch Metal-Balladen nicht zu kurz und der Leadgitarrist konnte seine Fingerpicking-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Tickets To Nowhere konnten aufzeigen was Metal alles sein kann.

 

Schlechte Harmonik schlecht abgemischt

Doch leider kam beim ganzen Sound das Einheitliche ein wenig zu kurz. Die Lead-Stimme war zu leise und auch der zweite Sänger kam in der Abmischung manchmal etwas zu kurz. Auch die beiden grünen T-Shirts der Gitarristen und die Kurzhaarfrisur des Sängers störten das typische Metal Bild.

 

Teilweise schien die Band auseinander zu fallen. Alle versuchten ihr eigenes Ding durchzuziehen. Der Band fehlte es an harmonierendem Zusammenspiel und auch die Bühnenshow des Bassisten und der zweiten Gitarristin liess zu wünschen übrig.

 

Kurz gesagt: Trotz den oben genannten Mangelpunkten, überzeugten Tickets To Nowhere und stellten ihre und des Metals Vielseitigkeit gekonnt unter Beweis.