Kultur | 19.05.2012

Rap mit Niveau

Text von Morena Barra | Bilder von Manuel Lopez
Gimoni, drei Jungs aus dem Surseegebiet, haben dem Openair Soundcheck gezeigt, wo es in Sachen Nachwuchs langgeht. Mit ihren niveauvollen Texten und Beats haben sie die Menge und die Jury überzeugt. Die drei Gewinner können sich nun voll und ganz über ihren Sieg freuen. In einem Jahr zeigen sie dann ihre musikalischen Fortschritte, wenn sie das Openair Soundcheck 2013 eröffnen.
Gimoni wollen die Mädchen zum Tanzen bringen. Wenn es um Fussball geht, dann stehen sie hinter dem FC Chelsea.
Bild: Manuel Lopez

Die Auswahl wurde der Jury des Nachwuchswettbewerbs nicht leicht gemacht. “Alle vier Bands haben tolle Arbeit geleistet und das Niveau war sehr hoch”, sagt ein Jurymitglied begeistert. Das Herz der Jury war zwischen zwei Bands hin- und hergerissen. Die Band End Of Silence überzeugte die Juroren mit harten Metal-Klängen und wird ausnahmsweise mit einem Konzert am Luzerner Fest belohnt, das eigentlich nur für die Gewinner bestimmt ist. Die zwei Rapper Marash ond Frase und die Gothic-Band Ticket To Nowhere gingen ebenfalls nicht leer aus. Sie wurden mit einem Gutschein über 200 Franken beschenkt.

 

Bevor aber die Welt die drei zukünftigen Stars empfangen darf, hat Tink.ch die Gelegenheit genutzt und ihnen einige Fragen gestellt.

 

Ihr habt gewonnen! Wie fühlt ihr euch?

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das hätten wir nie erwartet, denn die anderen Bands waren verdammt gut. Unser Sieg ist aber der Lohn für unsere ganze Arbeit bis jetzt.

 

Warum habt ihr gewonnen? Was meint ihr?

Das Publikum hat gepasst. Da wir aus der Umgebung sind, haben uns die einen oder anderen gekannt. Das machte uns auf der Bühne umso mehr Freude.

 

Was erhofft ihr euch von diesem Sieg?

Das coolste wäre natürlich, ein eigenes Album zu veröffentlichen und damit nicht nur regional, sondern auch national bekannt zu werden. Doch für den Anfang möchten wir den Rap an den Sempachersee zu bringen.

 

Was wollt ihr mit eurer Musik bezwecken?

Wir wollen die weiblichen Hüften tanzen sehen (lachen). Nein, nicht nur das. Unser Ziel ist es, sinnvolle Texte mit guter Musik zu verbinden. Und das, ohne Aufmerksamkeit mit billigen Fluchwörtern zu erringen. Und es wäre schön, wenn wir eines Tages grossen Einfluss auf die Schweizer Rap-Szene hätten. Dann würden wir dafür sorgen, dass die Schweizer Rapper nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten.

 

Nun gehet und geniesset eure Berühmtheit. Wie wird heute gefeiert?

Wir bleiben auf jeden Fall am Soundcheck Festival und mischen uns unter die Leute. Zudem ist heute das Championsleague-Finale. Go Chelsea!