Kultur | 19.05.2012

Morgens um sechs am Openair Soundcheck

Text von Simon Schmidt | Bilder von Manuel Lopez
Als alle sich noch von ihren abendlichen Exzessen erholten, morgens um sechs, schlich sich unser Fotograf Manuel Lopez aus seinem Zelt, um die frühen Morgenstunden bildlich festzuhalten.
Bild: Manuel Lopez

Da waren weder fröhliche Menschen zu sehen noch Musik zu hören. Was man dagegen zu sehen kriegte, war der verlassene Festivalplatz, übersäht mit allen möglichen Sorten von Abfall. Von Bierbechern über Plastiksäcke und viel zu grossen Kunststoffhänden bis hin zu Kondomen und zu Regenmänteln umfunktionierten Abfallsäcken.

 

So zeigen die morgendlichen Aufnahmen ein ganz anderes Gesicht des Openair Soundcheck. Wenn am Abend alles voller Leute ist, bemerkt man die Unordnung gar nicht. Im Dunkeln erahnt man sie höchstens, aber die Musik und die Stimmung bringen einen schnell auf andere Gedanken. Doch in der Totenstille des Morgens erkennt man endlich, wie unordentlich wir Openair-Gänger doch sind. Bei einigen geht die Unordnung hinein bis ins Zelt. Doch kann man sich ein sauberes Openair vorstellen? Vielleicht sollten wir uns an ein altes Sprichwort erinnern: Ein jeder kehre vor seiner eigenen Tür.