Kultur | 13.04.2012

Leider Nein

Text von Sarah-Maria Wieland | Bilder von zVg
Es gibt wohl selten eine so hübsche Möglichkeit für Abgewiesene ihr Werk zu präsentieren, wie im "Salon des Refusés". Die Schweizer Jugendfilmtage präsentieren dreimal drei Filmchen, welche die Jury nicht in den Wettbewerb aufnahm. Unsere Reporterin hat ihren liebsten Verliererfilm gekürt.
Böse Jungs treiben kleinen Jungs schnell den Schweiss auf die Stirn.
Bild: zVg

Mein liebster Verliererfilm stammt von Matthias Frey aus Zürich. Er handelt von einem dicken, rotwangigen Jungen, der eines Morgens seinem Hobby, dem Basketball spielen, nachgehen möchte. Wie Michael Jordan, nur dick, weiss und ein Kind erobert er mit seinem Ehrgeiz in Sekundenschnelle mein Herz. Wider Willen gerät er in einen Kampf gegen die harten Jungs der Nachbarschaft. Im Handumdrehen ist er seinen Lieblings-Basketball „Eddy“ los.

 

Das Ganze ist gestaltet wie ein überlanger Nike-Werbespot, wortlos und leicht überblendet, was dem Filmchen aber einen verträumten, hoffnungsvollen Charakter verleiht. Spätestens als die bösen Jungs dem dicken Buben wie räudige Köter hinter Gittern nachkläffen kann ich mich vor lachen nicht mehr halten. Ein Appell an alle Dicken und Schwachen: Get your balls back!