Kultur | 14.04.2012

Kategorie B

Text von Stefan Schmocker | Bilder von zVg
Filmkritiken zum Thema Energie von Jugendlichen bis 19 Jahre über Wasserkraft, Energielosigkeit und geldgierige Kraftwerkbetreiber.
Wasser und Gebärdensprache bilden einen Fluss des Lebens. Es gibt Licht am Ende des Tunnels. Der böse Kraftwerkbetreiber aus Knete will immer noch mehr Energie.
Bild: zVg

Die Reise des Wassers

Der Film nimmt einem mit auf die Reise des Wassers. Wasserfälle bahnen sich ihren Weg durch eine idyllische Berglandschaft um dann zum Schluss in einem Wasserkraftwerk durch graue Rohre zu fliessen. Die Bilder sind untermalt mit hypnotischer Musik. Was aber vor allem erwähnenswer ist, sind die Zwischen-sequenzen. Ein gehörloser Jugendlicher gibt das Rauschen des Baches in seiner Sprache wieder. Der Gebärdensprache. Seine Bewegungen sind dabei so fliessend, dass es wirkt, als würde er tanzen. Das ist Poesie in Bild und Ton.

 

Blackout

Ein älterer Herr,  der sein Leben lang erfolglos für erneuerbare Energien gekämpft hat, verliert seine eigene Energie. Die Umsetzung ist schlicht grandios. Die Bildsprache ist stark und  die Lichtstimmung hell. Als sich der Mann in einen Eisenbahn-Tunnel begibt, wird auch mit Special-Effects nicht gegeizt. Diese kommen alles andere als billig rüber und geben der Geschichte den nötigen Kick. Und zum Schluss ein Happy End wie es im Buche steht.

 

Energie…Fragen?

Geldgierige Kraftwerkbetreiber haben eine ganze Stadt im Griff. Als sie ihr den Saft abdrehen, entdeckt ein Bewohner eine geheimnisvolle Energiequelle. Der Animationsfilm aus Knetfiguren spielt mit dem alten Muster “David gegen Goliath”. Was vor allem auffällt, ist die gelungene Vertonung. So stellen sich die Nackenhaare auf, wenn der Kraftwerkboss mit diabolisch tiefer Stimme seine Gehilfen zurecht weist.