Kultur | 26.03.2012

Heimspiel mit Pauken und Trompeten

«Brass aber herzlich im chline Rahme«, hiess Bligg seine Fans am letzten Freitag im ausverkauften Volkshaus in Zürich willkommen. Gemeinsam mit der Youngblood Brass Band lud er zum letzten Konzert seiner Tour ein.
Da bleibt nicht viel Platz auf der Bühne.
Bild: Manuel Wegmann Bligg in Aktion. Manuel Wegmann

Das Gedränge vor den Türen war gross, die Vorfreude ebenfalls. Der Blick in die Menge bewies: Der Zürcher Rapper begeistert Jung und Alt. Nachdem der Schweizer Hitgarant schon Hackbrett und Volksmusik im Mundart-Rap etabliert hat, überzeugten nun auch die neuen Arrangements mit «Pauken & Trompeten« auf der ganzen Linie. Nicht zuletzt dank Youngblood Sousaphonist und Musikgenie Nat McIntosh schaffte es Bligg, sein Erfolgsalbum «Bart aber herzlich« mehr als überzeugend neu zu vertonen.

 

Ein gutes Dutzend Musiker

Das mit Hitparaden-Dauergästen bestückte Konzertprogramm vermochten das Publikum von Anfang an zu begeistern. Spätestens nach «Chef«, «Musig i de Schwiiz« und «Manhattan« war auch der Hinterste und Letzte in den Bann gezogen. Mit ihren Stimmen und Instrumenten brachten zeitweise 14 Musiker die Bühne zum beben. Wer jetzt denkt, die Musik sei nur Begleitung gewesen, irrt schwer. Die US-Brass Band, die extra für diese Tour in die Schweiz geflogen war, überzeugte auch mit ihren eigenen Stücken «Brooklyn« und «Ain’t Nobody« sowie zahlreichen Solos.

 

Melanie statt Rosalie

Neben dem Sensemann im Stück «Rendezvous« und der Sängerin Jesse Howe in «I’d kill for you« erregte auch noch ein anderer Gast grosses Aufsehen im durchmischten Publikum. Rapper Stress wollte sich das Konzert nicht entgehen lassen und nahm auf der Empore Platz. Als Bligg in «Rosalie« zum Schluss von «Melanie« sang, konnte sich manch einer einen schelmischen Blick zu ihm hoch nicht verkneifen. Er schien es aber mit Humor zu nehmen und wurde nach der Vorstellung mit einem speziellen Applaus verabschiedet.