Gesellschaft | 06.03.2012

Ein Rudel Wölfe unter neuer Leitung

Text von Céline Graf | Bilder von Katharina Good
Pünktlich zum Frühlingserwachen reihen sich in den Vorstand des Vereins Tink.ch neue neben altbekannte Mitglieder ein. Bis auf das Ressort Finanzen sind alle Ämter vergeben. Ein alphabetischer Überblick.
Von links mach rechts: David Naef (neu Präsident), Matthias Strasser (neu Chefredaktor Deutschschweiz) und Veronika Henschel (neu Vermarktung). André Müller und Matthias Strasser bei der traditionellen Übergabe der Chefredaktoren-Schreibmaschine.
Bild: Katharina Good

Eine Redaktion zu leiten, gleiche der Aufgabe, ein Rudel Wölfe zu führen, so ein gern gemachter Vergleich. Wie chaotisch muss es dann erst bei einem Jugendmagazin zu und her gehen, wäre in Bezug auf Tink.ch der vorschnelle Anschlussgedanke. Das kann man nur dementieren, empört sich der neue Vorstand. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den motivierten, kreativen und neugierigen Reporterinnen und Reportern, Fotografinnen und Fotografen von Tink.ch!“ In den Vorstand wählten die Mitglieder im Februar sieben Leute, wobei das Ressort Finanzen bis Redaktionsschluss noch vakant blieb:

 

David Naef aus Bern steigt vom Vizepräsident zum Präsident auf. Der 19-Jährige Informatiker versteht sich nicht nur prima im Layouten diverser Printmagazine. Er war es auch, der 2010 die Lancierung eines Printmagazins mit Hartnäckigkeit vorantrieb. Seine Entscheidungsfreude wird David Naef nach einem Praktikum bei der Tageszeitung „Der Bund“ nochmals beweisen können: Bei der Wahl eines Studiums an der Fachhochschule.

 

Eva Hirschi rückt ins Vizepräsidium nach. Das Ressort Kommunikation wird die Bernerin mit Wohnsitz in Genf dabei weiterhin betreuen. Seit 2010 macht sie für Tink.ch die Pressearbeit – dank des Studiums auch in fliessendem Französisch. Zusammen mit der Genfer Redaktionsleiterin Juliette Ivanez hat Eva Hirschi zudem den Festivalkalender.ch aufgebaut. Bereits so erfahren, darf die 21-Jährige zuversichtlich einer Aufnahme in den Master Kommunikation entgegenblicken.

 

Joëlle Misson lebt in Lausanne. Dort leitete sie die Lokalredaktion, bevor sie die Verantwortung für die gesamte Redaktion Romandie übernahm. Joëlle Misson, die vor einem Jahr die Matura gemacht hat, begeistert sich nicht nur für den Journalismus, sondern laut eigener Aussage für alles, was mit Kommunikation, Technik, Fotographie oder Graphik zu tun hat. Kein Zufall, wird sie in der Westschweiz dieses Jahr mehrere Workshops rund um Multimediajournalismus organisieren.

 

Matthias Strasser hat innerhalb kurzer Zeit über die Redaktionsleitung in Basel zum Posten als neuer Chefredakteur der Deutschschweiz gefunden. Angefangen bei Tink.ch hat er 2010 mit 19 Jahren in der Redaktion Bern. Sogleich beteiligte er sich aktiv, sei es bei grossen Reportagen oder beim Aufbau einer Sportredaktion. Tink.ch sieht der Student und momentane Radiopraktikant als einmaliges Projekt. „Ich will die Wertschätzung dafür weiter steigern“, so Matthias Strasser an der Mitgliederversammlung im Februar. Kontinuierlich wachsen solle auch die journalistische Kompetenz des jungen Teams, so das zweite erklärte Ziel.

 

Sophie Koerfer kümmert sich seit letztem Herbst zuverlässig um das Ressort Personal, hier bleibt alles wie gehabt. Sophie Koerfer ist 20 Jahre alt und studiert Rechtswissenschaften in Freiburg. Mehrsprachigkeit interessiert sie aber mindestens ebenso sehr, weshalb sie sich in einem aktuellen Projekt damit beschäftigt. Die Leitfrage: Wie kann Tink.ch sein Engagement als drei- bis viersprachiges Magazin noch ausbauen?

 

Valentin Berclaz stammt ebenfalls aus einem zweisprachigen Kanton. In Sion koordiniert er zurzeit die Lokalredaktion. Neu ist der 18-Jährige auch im Vorstand von Tink.ch vertreten, indem er das Ressort Technik übernimmt. Valentin Berclaz weiss sowohl über Hülle wie auch Skelett von Webseiten Bescheid. Schliesslich betreibt er eine eigene Webseite mit Angeboten für Webmarketing, welche er selber programmiert hat.

 

Veronika Henschels Neueintritt in den Vorstand ist in zweifacher Hinsicht eine Premiere, denn das Ressort Marketing wurde Anfang dieses Jahres neu geschaffen. „Tink.ch hat viel Potential“, sagt die Studentin der Germanistik und der Soziologie in Basel. Dieses sei aber noch zu wenig bekannt – Zeit, das zu ändern. Wie, dazu hat die 20-Jährige bereits so einige Ideen. Veronika Henschels Kreativität zeigt sich in der aktuellen Lesereihe zu „Das Ende ist nah“ auf Tink.ch.