Kultur | 20.03.2012

Bunt, schrill, Deichkind

Es war schön, laut, nass und am Ende waren alle so richtig fertig. Also ziemlich genau so, wie ein Deichkind Konzert sein sollte. Die Hamburger Band machte am Montag einen Tourstopp in Zürich und begeisterten das Publikum.
Klassische Workout Stilstudie aus dem Hause Deichkind...
Bild: Jan Müller ...,welche mit dem Erscheinen des Skellets eingeläutet wurde. Jan Müller Noch mehr Workout-Übungen zu harten Bässen Jan Müller

Passanten blieben am frühen Montagabend verwundert beim Bahnhof Hardbrücke in Zürich stehen und beobachteten in Abfallsäcke eingepackte Deichkindfans auf dem Weg in die Maag Music-Hall. Die Halle war ausverkauft und wartete sehnsüchtig auf das einzigartige Deichkind-Fitnesstraining.

 

Im Bierfass durch die Halle

Kurz nach 20 Uhr war es so weit. Auf der Leinwand, welche die gesamte Bühne versteckte, wurde eine Art Deichkind-Intro eingespielt. Die verkleideten Deichkindianer hüpften in ihren Abfallsack-Kostümen durch das Bild und die Halle tobte. Minutenlang wurde der Name der Band skandiert, bis der Vorhang endlich fiel und die drei verkleideten Gestalten die Show eröffneten. Die Hamburger spielten einmal quer durch, was sie in den letzten Jahren alles zu bieten hatten. Die Hits vom neuen Album waren ebenso vertreten, wie die Deichkind-Klassiker “Arbeit nervt”, “Krawall und Remidemmi” oder “Bon Voyage”. Nebst den ausgefallenen Outfits durften natürlich auch die, für Deichkind typischen, Showelemente nicht fehlen. So fuhr die Band einmal in einem überdimensionalen Bierfass quer durch die Halle, oder spielte mit den vielen beweglichen Bühnenelementen. Die berüchtigte Deichkind-Hüpfburg kam jedoch dieses mal nicht zum Zug und das Riesentrampolin wurde erst ganz am Ende der Show auf die Bühne gebracht.

 

Und was macht jetzt der Mann im Mond?

Die neuen Lieder aus dem Album “Befehl von ganz unten” fügten sich nahtlos in die altbekannten Deichkind-Songs ein und mit dem Smashhit “Illegale Fans” könnte sogar ein neuer Publikumsliebling entstanden sein. Nun bleibt nur noch die Sache mit dem Mann auf dem Mond zu klären. Doch auch diese Frage konnte mit dem Konzertbesuch erledigt werden, denn: “Der Mond ist tot, es gibt kein Leben auf dem Mond. Er ist kalt, auch wenn er strahlt, völlig leer und

unbewohnt!”.