Kultur | 10.01.2012

Cowboys und Hipster

Text von Martin Sigrist | Bilder von Martin Sigrist
Das texanische Austin lädt im März mit dem SXSW zu einem der grössten Musikfestivals weltweit. Tink.ch packt jetzt schon die ersten Koffer.
Wer es auf die Gästelisten schafft, kommt zu einigen Gratiskonzerten. Austin, die hippe Hauptstadt im Herzen von Texas. Am SXSW wird nicht nur Musik geboten. Die Musikfirmen laden zu Gartenparties, Barbecues und Treffen aller Art. Die Bühnen stehen bereit: Was wird das SXSW 2012 bringen?
Bild: Martin Sigrist

Vom 13. bis zum 18. März findet im texanischen Austin mit dem 26. South by Southwest (kurz SXSW) wieder das weltweit grösstes Indie-Festival der Welt, andere sagen, das grösste Festival überhaupt, statt. Das ist gut zu glauben, denn alleine im offiziellen Teil spielen über 2’000 Bands und Solokünstler auf ca. 90 Bühnen zahlreiche kurze und lange Showcase-Konzerte. Neben Musik bietet das SXSW wieder Festivals für Film, Interactive und Mode. Bei Rekordbekundungen bleibt der Hang der US-Amerikaner zu Superlativen zu beachten, so dass ihr was-auch-immer mit Bestimmtheit gerade das grösste, höchste oder einfach beste weltweit ist.

 

Hochburg der Hipster

Als Hauptstadt des Staates Texas lässt Austin eher Leute eines Schlages von George W. Bush erahnen, der vor seiner Präsidentschaft die Geschicke Texas’ als Gouvernor in Austin gelenkt hat. Der jetzige Amtsinhaber Rick Perry möchte es ihm gleich tun. Neben Cowboyhüten, riesigen Stiefeln und noch grösseren Jeeps, sind in Austin Schweizer S-Bahnzüge der Stadler Rail und Fahrradwege zu finden, die Stadt ist zudem die Heimat der Lebensmittelkette Whole Foods, Inbegriff für trendig-bewusstes Einkaufen. Schliesslich liegt auch Texas in den USA, dem Land der Gegensätze. Und Austin ist hip, so richtig, neben Portland einer der ganz grossen Hipster-Plätze in den USA.

 

Auf dem Festivalgelände, in diesem Falle ein ganzes Stadtzentrum, finden an unzähligen Orten drinnen und draussen, hinter, vor und in Häusern, Parks und Parkplätzen eine überschaubare Zahl an weiteren Konzerten statt. Zusätzlich bitten Musikvereinigungen zahlreicher Gaststaaten zu Barbecues, Gartenparties und Konzerten ihrer aktuellsten Musikexporte. Die Struktur des Festivals lässt erahnen, dass in Austin nicht in Zelten, sondern ganz anständig in Hotels übernachtet wird.

 

Teures Vergnügen

Dieser Spass kostet Besucher mitunter 700 Franken und mehr, Eintritte mit beschränkten Zugangsrechten sind zwar viel günstiger, jedoch nur für Anwohner zu haben. Ein schmaler Geldbeutel erlaubt dennoch einen vollen Bauch und noch vollere Ohren, denn zahlreiche Veranstaltungen bieten Gästelistenplätze an. Bei guter Vorbereitung liegen kostenlose Eintritte also durchaus drin. Für die ganz bequemen übernehmen diese Aufgabe zahlreiche Gästelistenservices.

 

Tink.ch wird sich vor Ort durch Parties, Barbecues und Konzerte probieren, to hear what’s hot – and what’s not.

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