Kultur | 06.12.2011

Una Mattinata Italiana

Dieses Wochenende gab das 21st Century Symphony Orchestra & Chorus ein Konzert im KKL Luzern. Die abwechslungsreiche Filmmusik von verschiedenen italienischen Komponisten stand dieses Mal im Zentrum.
Das 21st Century Orchestra vertont Filme auch live ganz ausgezeichnet.
Bild: 21st Century Productions

Das 21st Century Symphony Orchestra besteht aus etwa 100 Profimusikern, geleitet wird es von Ludwig Wicki. Das auf Filmmusik spezialisierte Orchester spielt Begleitungen zu Stummfilmen und aktuellen Hollywoodfilmen. Der 21st Century Chorus, der optional zu ausgewählten Konzerten hinzugezogen wird, rundet das Ganze ab und bringt noch mehr Gefühle in die Musik. In den letzten Jahren bespielte das Orchester viele Filme live. Auf Einladung von Howard Shore spielten sie “The Followship of the Ring” und “The Two Towers” in der Radio City Hall in New York aus der “Herr der Ringe”-Trilogie. Um die Melodien aus bekannten Filmen den Zuschauern so zu spielen, wie sie diese bereits im Ohr haben, ist höchste Präzision und Konzentration gefordert.

 

Präzise gespielt-¨

Im gut besetzten Konzertsaal des KKL Luzern wurde das Konzert unter dem Motto “Una Mattinata Italiana” mit einem Stück von Nino Rota eröffnet. Für die, die den Film nicht kannten, wurden zu einigen Stücken die Filmausschnitte eingeblendet. Die Stückwahl war abwechslungsreich, es wurden ruhige Stücke und solche, in denen viel los war, gespielt. Wenn man das Orchester genauer anschaute, konnte man feststellen, wie konzentriert alle waren. Schwierige, schnelle Stellen spielten die Streicher sehr präzise und durchsichtig. Auch die Bläser spielten schön im Fluss der Musik und intonierten gut untereinander. Einige Stellen berührten so sehr, dass man Hühnerhaut bekommen konnte. Das eindrückliche Mundharmonika-Solo von Sebastian Silvestra und das Gesangssolo von Kaitlyn Lusk überzeugten sehr. Die vielen Eindrücke und Gefühle, die mit der Filmmusik verdeutlicht werden sollten, kamen bei den Zuschauern an. Nachdem der Schlusston des pompösen letzten Stückes verklungen war, applaudierten die Zuhörer kräftig.