Kultur | 22.11.2011

Nette Nachbarn

Text von André Müller | Bilder von zVg
Herr Grünig und Herr Zimmermann wohnen an derselben Strasse, gleich nebeneinander. Ansonsten scheinen sie aber nicht viel gemein zu haben. Sie streiten über Akupunktur, Sauerkrautsaft und die Weihnachtsbeleuchtung: Vorweihnachtliche Komik im St. Galler Keller zur Rose.
Grünig und Zimmermann: Wer ist hier wohl der Dumme?
Bild: zVg

Bereits zum sechsten – und nun definitiv letzten – Mal stehen sich Max Grünig und Ruedi Zimmermann als Nachbarn auf der Bühne gegenüber. Nicht einmal die vorweihnachtliche Stimmung im Remisholz-Quartier kann sie von ihrem Gezänk abhalten. Die Ferien in der Adria, Schwarzarbeit oder die Wahl zum Ombudsnachbarn: In den bisherigen fünf Tourneen konnten die Zuschauer miterleben, wie die beiden beinahe jedes Thema zur nachbarlichen Realsatire verwandelten. Die zwei hörten eigentlich nur dann auf zu streiten, wenn ein Dritter den gemeinsamen Ärger auf sich ziehen konnte. Dieses Mal geht es um Grünig’s Sauerkrautsaft, Zimmermann’s Männerchor und um Frauengeschenke. Was das alles mit den unweihnachtlich-dunklen Fenstern der beiden zu tun hat, verrät das Programm allerdings noch nicht – das muss der Zuschauer im Keller zur Rose schon selbst herausfinden.

 

 

Gespielt werden die beiden Streithähne vom Bruderpaar Stan und Roman Ebneter, welche das Drehbuch der beiden Deutschen Kabarettisten Andreas Etienne und Michael Müller auf die hiesigen Verhältnisse adaptiert haben. Vor über zehn Jahren hat Stan Ebneter die beiden auf einer Kölner Bühne entdeckt und sie kurz darauf nach den Aufführungsrechten am Stück für die Schweiz gefragt. Dass die Nachbarn sich nun schon zum sechsten Mal an den Zaun wagen dürfen, zeigt, dass die Komik durchaus den Nerv der Ostschweizer trifft: Man darf gespannt sein auf die Abschlusstournee.

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