Kultur | 22.11.2011

Gipfelsturm zum Schluss

Der erste Schreibwettbewerb von Tink.ch gipfelte am Freitagabend in einem kleinen aber feinen Fest im Gaskessel Bern. Acht der 35 eingereichten Geschichten, Reportagen und Porträts zum Thema "Berge" wurden mit einem Preis ausgezeichnet. Die Siegertexte von Carole Räber aus Zürich und Tamara Westphal aus Kiental sind im aktuellen Tink.ch-Themenmagazin abgedruckt.
Moderator und Poetryslammer Remo Rickenbacher macht es spannend. André Müller, Chefredaktor von Tink.ch, verkündigt die Sieger. Die Hälfte der acht Gewinnerinnen und Gewinner war anwesend. Fotos: Matthias Käser

“Der erste Schritt ist der Mut, das zu tun, was man glaubt, das in einem steckt oder stecken könnte.” Diese Worte liess Jurymitglied Evelyne Binsack an die Teilnehmenden des Schreibwettbewerbs ausrichten. Selbst konnte die Bergführerin nicht an der Preisverleihung dabei sein. Die Erklärung dafür hatte ein Tag mit fantastischer Fernsicht gleich selbst gegeben: beste Bedingungen in den Bergen.

 

Aber auch im Gaskessel war am 18. November abends um Acht für den Gipfelsturm alles bereit. Die Zürcher Band Schoedo stimmte das Publikum mit Mundartsongs ein. Dann hiess es: Preisverleihung. Welcher der 35 an den Wänden ausgestellten Texte aus zwei Kategorien (14 bis 18 Jahre und 19 bis 30 Jahre) hatte die Jury wohl am meisten überzeugt? Slam Poet Remo Rickenbacher baute als Moderator des Abends Spannung auf. Er rollte das Feld von hinten her auf und begann bei den vierten und den dritten Plätzen, welche die OK-Mitglieder Sara Lisa Schäubli, Martina Odermatt und Janosch Szabo mit den dazugehörigen Preisen kürten. Die zweiten Plätze wurden von den Vorjury-Mitgliedern Miriam Hetzel und Andreas Renggli verkündet.

 

Schliesslich bat der Monderator für die letzten Meter André Müller, den Chefredaktor von Tink.ch, auf die Bühne. Dieser kam mit drei Kartonschachteln im Arm, darin die aktuellen druckfrischen Themenmagazine von Tink.ch, und in diesen wiederum die Siegertexte des Schreibwettbewerbs. Er klappte das Heft an entsprechender Stelle auf und verkündete: “Gewonnen hat in der Kategorie I Tamara Westphal”. Und dann: “Gewonnen hat in der Kategorie II Carole Räber.” Deren Texte wie auch alle anderen ausgezeichneten Beiträge sind im Dossier auf zu finden.

 

Die hochkarätig besetzte Promijury derweil liess sich für den Abend der Preisverleihung entschuldigen. Die Texte in letzter Instanz bewertet hatten Musiker Manuel Stahlberger, Schriftsteller Emil Zopfi, Bergführerin Evelyne Binsack, Rapper Tommy Vercetti, Journalist Wolf Schneider und Kolumnistin Sybil Schreiber. Letztere zeigte sich beeindruckt von der Phantasie und der Intensität der eingereichten Texte, wie sie schrieb: “Es ist ein grosses Geschenk, wenn man anderen Geschichten zu erzählen hat, die nah gehen, die berühren, Kraft schenken und beflügeln.” Sie wünsche allen, “dass sie ihre Berge der eigenen Phantasie weiter erklimmen und schreiben schreiben schreiben.” Auch Evelyne Binsack übermittelte motivierende Worte: “Ich wünsche allen Schreibern viel Mut um weiter zu denken, weiter zu beobachten, weiter zu erfahren und neugierig in die Welt zu blicken um mutig weiter zu schreiben.”

 

Den Abschluss des Abends machte in schon etwas familiärerem Rahmen die junge Zürcher Band “Looking für Alice”.