Kultur | 22.11.2011

Digitalism – nach dem Gewitter

Text von Uwe Bieri | Bilder von Uwe Bieri
Digitalism waren am 15. November im Freiburger Club "Frison" zu Gast und bestätigten die prognostizierten elektrischen Entladungen und Beat-Niederschläge.
Und es ward Licht: Genesis in Digitalism-Style.
Bild: Uwe Bieri

Das angekündigte Gewitter begann so unerwartet pünktlich für ein Konzert, dass die Musikmetrologen und ich beinahe den Konzertbeginn verpassten. Um die Jacke an der Garderobe abzugeben reichte es nicht mehr, was ich nach dem Konzert mit verschwitzter Kleidung bezahlen musste.

 

Die Hamburger Jungs Jence und Isi hatten sich mit einem menschlichen, sprich analogen Rhythmusmacher verstärkt und gaben eineinhalb Stunden nonstop ihren elektrischen, aber doch an klassischen Songstrukturen lose angelehnten Synthy-Pogo-Rock zum Besten.

 

Ihre obligatorische Lichtinstallation für Kombos aus diesem Genre musste sich nicht verstecken aber sie blieb doch hinter meinen Erwartungen an eine, nicht nur akustisch sondern auch optisch überzeugende Live-Performance zurück. Alle diejenigen, welche von Digitalism schon am OpenAir St. Gallen begeistert waren, konnten in der doch nun etwas intimeren Club-Atmosphäre im Frison noch einmal eine deutliche Steigerung ihrer Endorphin Ausschüttung feststellen, was sicher nicht nur auf die relativ bessere Bardichte zurückzuführen war.

 

Fazit: Es war ein guter Abend für alle Freunde elektrischer Synthie-Gewitter.